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Massimo Marini

Roman

Cover Massimo Marini
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Es ist der Höhepunkt in der Karriere eines Mannes, als am 17. Oktober 2007 der erste große Durchstich des längsten Tunnels der Welt, des Gotthard-Basistunnels, gefeiert wird. Aber dieser Tag ist zugleich ihr Ende. Ein packender Gesellschafts- und ...
Werbliche Überschrift
»Man muss sich die Dinge nur ordentlich in den Kopf setzen. Hörst du?« Vom Gastarbeiterkind zum Bauunternehmer – der kometenhafte Aufstieg und Fall des Massimo Marini.

Beschreibung
Es ist der Höhepunkt in der Karriere eines Mannes, als am 17. Oktober 2007 der erste große Durchstich des längsten Tunnels der Welt, des Gotthard-Basistunnels, gefeiert wird. Aber dieser Tag ist zugleich ihr Ende. Ein packender Gesellschafts- und Entwicklungsroman.

Cover Massimo Marini
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Veröffentlicht 2012, von Rolf Dobelli bei Diogenes

ISBN: 978-3-257-24092-4
Auflage: 4. Auflage
Reihe: detebe
384 Seiten
18 cm x 11.3 cm

Über Rolf Dobelli

Rolf Dobelli, geboren 1966 in Luzern, studierte Philosophie und Betriebswirtschaft, arbeitete bei der Swissair, gründete ein Unternehmen und lebte in Australien, Hongkong, England und in den USA. Bei Diogenes erschienen sieben Bücher, zuletzt ›Fragen an das Leben‹, im Carl Hanser Verlag seine beiden Sachbuchbestseller ›Die Kunst des klaren Denkens‹ und ›Die Kunst des klugen Handelns‹. Seine Bücher wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Rolf Dobelli lebt mit seiner Familie in Bern.


Kundenrezensionen

Petra Eder

veröffentlicht am 06.12.2012

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist spannend, präzise und auf das Wesentliche konzentriert - ein sehr kurzweiliges Lesevergnügen

 

Rikki Reiner

veröffentlicht am 06.12.2012

Eine einzige literarische Peinlichkeit dieses Buch, das im Boulevardstil Sex and Crime an den Markt bringt. So schreibt keiner der denken kann! Hier wird nur Kleinkram und Nebensächlichkeiten ausgebreitet, etwa in den Beschreibungen bestimmter ...

Eine einzige literarische Peinlichkeit dieses Buch, das im Boulevardstil Sex and Crime an den Markt bringt. So schreibt keiner der denken kann! Hier wird nur Kleinkram und Nebensächlichkeiten ausgebreitet, etwa in den Beschreibungen bestimmter Modemarken, diesen Stil erwarte ich in Modejournalen, aber nicht in gebundener Form. Und immer wird der falsche Ton erwischt, Vergleiche die unpassend sind und fast immer Klatschniveau haben. Aufdringlich werden so des Autors unliterarischen Waffen vorgezeigt. Diese postmodernen Erzähltheorien sind so transparent und durchschaubar einfach, das es nur so langweilt! Darmagi!

Valentin Heintel

veröffentlicht am 06.12.2012

Du lieber Massimo Marini! Dieser bekommt hier wirklich gekonnt eine Breitseite nach der anderen verpasst. Spannend beschreibt Dobelli die Einwanderung italienischer Emigranten in die Schweiz; ein "Bildbogen" von der Nachkriegszeit bis heute, den man ...

Du lieber Massimo Marini! Dieser bekommt hier wirklich gekonnt eine Breitseite nach der anderen verpasst. Spannend beschreibt Dobelli die Einwanderung italienischer Emigranten in die Schweiz; ein "Bildbogen" von der Nachkriegszeit bis heute, den man nicht so schnell vergisst. Einiges an Verständnis verlangt es dem Leser ab, was hier so quer "herumgetunnelt" wird. Erinnert irgendwie an eine italienische Oper, oder eher noch an eine archaische Sage des Altertums. Wer hier mit wem was treibt und das nicht gerade zugunsten des Hauptprotagonisten; armer Massimo!" Es entsteht ein leichter Widerspruch zwischen der so gekonnt beschriebenen und seriös geschriebenen italienisch-schweizer Einwanderungsgeschichte und der dann doch nicht so glaubhaften Beziehungsdramaturgie. Oder um es noch genauer auszudrücken, der "sexuell-ödipalen" Umtriebe einiger Protagonisten. Vielleicht gehöre ich schon zu einem älteren Semester und verstehe nicht, wenn "der Freund mit der Ehefrau" und der "Sohn mit der Schwiegermutter" und dann zu allem Überfluss daraus auch noch Kinder entstehen, wovon eines schon bald wieder das Diesseits verlassen muss, ermordet vom eigenen Blut, ah nein, es war ja dann doch nicht sein leiblicher Vater. Über allem jedoch - ein feines Buch!

Ingrid Seeber

veröffentlicht am 06.12.2012

Sehr gut recherchiert, dicht verwoben, spannend bis zum Schluss! Psychologen, Musikfreunde und Freunde der Tunnelbaukunst kommen mit diesem Roman auf ihre Rechnung. Mir tat es nur leid, dass ich nicht die Zeit hatte, das Buch in einem Zug durchzulesen. (Ist ...

Sehr gut recherchiert, dicht verwoben, spannend bis zum Schluss! Psychologen, Musikfreunde und Freunde der Tunnelbaukunst kommen mit diesem Roman auf ihre Rechnung. Mir tat es nur leid, dass ich nicht die Zeit hatte, das Buch in einem Zug durchzulesen. (Ist nicht gemeint, in einem Zug im Gotthard-Tunnel sitzend) Politisch gesehen ist der Aufstieg und Fall von Immigranten der Hintergrund und natürlich sehr aktuell. Vielen Dank für dieses Lesevergnügen.

Cornelia Scala-Hausmann

veröffentlicht am 06.12.2012

ein sehr zeitgenössischer Roman mit schonungsloser Aufdeckung aktueller gesellschaftlicher Muster und Normen. Obwohl man sehr früh den Hintergrund der Geschichte vermutet wird der Roman spannend bis zum Schluß erzählt

 

Claudia Wriesnik

veröffentlicht am 06.12.2012

Ein Buch, das mich von der ersten Seite bis zur letzten gefesselt hat. Guter, unterhaltsamer Schreibstil, schräge Charaktere und eine Geschichte mit vielen Überraschungen. Es war ein echtes Lesevergnügen! Sehr lehrreich war auch die Situation italienischer ...

Ein Buch, das mich von der ersten Seite bis zur letzten gefesselt hat. Guter, unterhaltsamer Schreibstil, schräge Charaktere und eine Geschichte mit vielen Überraschungen. Es war ein echtes Lesevergnügen! Sehr lehrreich war auch die Situation italienischer Gastarbeiter nach dem 2. Weltkrieg in der Schweiz!

Margit Kofler

veröffentlicht am 30.11.2012

Massimo Marini" von Rolf Dobelli ist ein ungemein fesselnder Roman, bei dem die Spannung bis zur letzten Seite anhält.? Die anfängliche Sympathie für die Hauptfigur weckt im Laufe des Lesens unterschiedliche Emotionen, von Ablehnung bis Bedauern ...

Massimo Marini" von Rolf Dobelli ist ein ungemein fesselnder Roman, bei dem die Spannung bis zur letzten Seite anhält.? Die anfängliche Sympathie für die Hauptfigur weckt im Laufe des Lesens unterschiedliche Emotionen, von Ablehnung bis Bedauern und Mitgefühl. Massimos Werte verändern sich beim Aufstieg vom Einwanderersohn zum Big-Player in der gehobenen Schweizer Gesellschaft. Die Beschreibung der Gastarbeiterpolitik der frühen Nachkriegsjahre ist für mich sehr informativ dargestellt und lässt das zwanghafte Aufwärtsstreben des ursprünglichen Süditalieners gut verstehen. Die drei Handlungsstränge dieses Buches sind meiner Ansicht nach ganz hervorragend aufgebaut!

HEYN Leserunde Ewa Wiercinska

veröffentlicht am 30.11.2012

Das Buch ist vom Anfang bis Ende spannend. Rolf Dobelli zeigt uns wie die menschliche Identität wandlungsfähig ist um nur dem ungeheuren Bedürfnis nach Existenz nachzukommen. Die scharfsinnige Sprache ist auf den Punkt genau formuliert. Die ...

Das Buch ist vom Anfang bis Ende spannend. Rolf Dobelli zeigt uns wie die menschliche Identität wandlungsfähig ist um nur dem ungeheuren Bedürfnis nach Existenz nachzukommen. Die scharfsinnige Sprache ist auf den Punkt genau formuliert. Die alltäglichen Themen wie Immigration, Depression, Liebe und die dadurch verbundenen Emotionen sind fabelhaft recherchiert. Er zeigt die Extreme der emanzipierten Frau ? zwischen Frauen die nicht wählen durften bis zu jenen die sich in einen jüngeren Mann verlieben. Und die Antwort auf die Frage, wem gehört meine Identität in der Gesellschaft, muss jeder für sich selbst finden!

HEYN Leserunde Petra Gutsche

veröffentlicht am 29.11.2012

Ich bedanke mich recht herzlich dafür, dass ich das Buch lesen durfte! Das Buch war besonders ob der Saisonarbeitersituation in der Schweiz sehr informativ (war mir vorher nicht bekannt) und geizte auch nicht mit vielen Überraschungen. Somit wurde das ...

Ich bedanke mich recht herzlich dafür, dass ich das Buch lesen durfte! Das Buch war besonders ob der Saisonarbeitersituation in der Schweiz sehr informativ (war mir vorher nicht bekannt) und geizte auch nicht mit vielen Überraschungen. Somit wurde das Buch von mir mit Spannung gelesen und kann durchaus weiter empfohlen werden

HEYN Leserunde Renate Geissler

veröffentlicht am 29.11.2012

Das Buch bietet solide Unterhaltungslektüre. Spannend und leicht lesbar. Für mich persönlich manchmal etwas zu klischeehaft und zu gefällig

 

Eva Knezicek

veröffentlicht am 29.11.2012

?Rolf Dobellis Sprache in seinem Roman "Massimo Marini" ist eine sehr klare Sprache. Die ?drei-bis-vier-Wort-Sätze? des 1966 geborenen Autors bestechen durch ihre Prägnanz. Diese oft "klirrend-kalte" Sprache steht im krassen Gegensatz ...

?Rolf Dobellis Sprache in seinem Roman "Massimo Marini" ist eine sehr klare Sprache. Die ?drei-bis-vier-Wort-Sätze? des 1966 geborenen Autors bestechen durch ihre Prägnanz. Diese oft "klirrend-kalte" Sprache steht im krassen Gegensatz zur Wirrnis der eben nicht beschriebenen, so doch angedeuteten Gefühlswelten. Gut gelingt der Wechsel verschiedener Erzählperspektiven, wobei der Fokus auf das Leben von Massimo Marini - ein eingeschmuggeltes Gastarbeiterkind - gerichtet bleibt. Durch den virtuosen Wechsel der eingenommenen Perspektiven werden immer aufs neue eingenommene Standpunkte relativiert, dabei ebenso Moralvorstellungen, wenn schon nicht verworfen, so doch zumindest hinterfragt. Das macht das Lesen zu einem amüsanten Unterfangen. Der Grund der Aufzeichnungen dieses Lebens ist die Tatsache, dass der Anwalt der Familie, Wyss - ein Mann der vor allem Angst hat, was das Leben ausmacht - wegen schweren Depressionen in einer Klinik Heilung sucht, vom zuständigen Arzt das Schreiben verordnet bekommt. Der therapeutische Effekt des Schreibens ist, dass man sich in eine andere Welt begibt. In einer andere Welt in der man ein anderer ist, trifft man trotz alledem immer nur auf sich. Mit der Beschreibung des Lebens von Massimo Marini bekommt der Leser Gesellschaftskritik sowie die Ironie derselben, für mich stellenweise etwas zu flapsig und oberflächlich streifend. So manches Mal wurde ich als Leserin mit unmittelbar eingeworfenen Sätzen konfrontiert. Dobellis Sprache ist nichts desto Trotz eine sehr präzise, ohne jegliche romantische Ausschweifungen. "das Unerhörte durch die Vernunft vertreiben" ist des Schriftstellers Wort - ist seine Sprache das "Schmetterlingsnetz für das Undenkbare", für die Wirrnis der Seelenzustände (vgl.M.M.,S.327)? Immer wieder stößt man auf das Bild des Mineurs, als Leser gräbt man sich in die Tiefen der menschlichen Seele...Es geht darum, die Gefühle zu kanalisieren. Aber Dobelli wäre kein Schriftsteller des 21. Jahrhunderts, wenn genau dieses Bild des in den Tiefen der menschlichen Seelen grabenden, nicht absolut ironisch gemeint wäre. Es geht nicht und da höre ich Nietzsche leise lachen...?

Harald Schellander

veröffentlicht am 29.11.2012

?Den Rahmen für diese perfekt recherchierte, knapp und präzis geschriebene Einwanderergeschichte bildet der Bau des Gotthard-Basistunnels. Wie ein Mineur dringt Rolf Dobelli in die Seelentiefen der von ihm sehr plastisch und mit viel Liebe zum Detail ...

?Den Rahmen für diese perfekt recherchierte, knapp und präzis geschriebene Einwanderergeschichte bildet der Bau des Gotthard-Basistunnels. Wie ein Mineur dringt Rolf Dobelli in die Seelentiefen der von ihm sehr plastisch und mit viel Liebe zum Detail gearbeiteten Figuren vor. Es bleibt kein Stein auf dem anderen, wenn der Ich-Erzähler in Gestalt eines (scheinbar eigenschaftslosen) Rechtsanwaltes den Aufstieg, Erfolg und Fall seines Klienten Massimo Marini, einem Mann mit vielen Eigenschaften, beschreibt. Dieser Roman erreicht das Ausmaß einer antiken Tragödie, ohne jemals zu langweilen oder zu belehren. Dobelli gelingt sogar das Kunststück, auch noch dem letzten Satz Sprengkraft zu verleihen. Und dieser besteht aus bloß vier Worten.?

HEYN Leserunde Marianne Schaffer-Schellander

veröffentlicht am 29.11.2012

Egal was Massimo tut oder denkt, man kann ihm einfach nicht böse sein. Man ist seiner Sympathie bedingungslos ausgeliefert

 

Andrée

veröffentlicht am 29.11.2012

Das Buch ist sehr unterhaltsam - es erfüllt alle Erwartungen an einen Roman - Spannung, Liebe , Tod, Gewalt - oder erfüllt es vielleicht auch ein bisschen zu viel ? Der Autor hat alles hineingepackt, was so in einen Roman passt. Er lässt das Thema ...

Das Buch ist sehr unterhaltsam - es erfüllt alle Erwartungen an einen Roman - Spannung, Liebe , Tod, Gewalt - oder erfüllt es vielleicht auch ein bisschen zu viel ? Der Autor hat alles hineingepackt, was so in einen Roman passt. Er lässt das Thema Einwanderer zum rechten Zeitpunkt auf den Markt kommen. Geschickt wickelt er seine Proponenten in die Geschichte eines Rechtsanwaltes und vergisst wirklich kein aktuelles Thema. Egal, ob es einem gefällt oder nicht - es hält sicherlich jeden bis zum Schluss gefangen.

HEYN Leserunde Manfred Angerer

veröffentlicht am 29.11.2012

Das Buch hat mich auf mehreren Ebenen sehr tief berührt. Zum einen als Rechtsanwalt, zum anderen aber hat es mich in meine Kindheit zurückgeführt, in der ich einige Kontakte zu so genannten ?Gastarbeitern? und deren Lebensbedingungen in Baracken in ...

Das Buch hat mich auf mehreren Ebenen sehr tief berührt. Zum einen als Rechtsanwalt, zum anderen aber hat es mich in meine Kindheit zurückgeführt, in der ich einige Kontakte zu so genannten ?Gastarbeitern? und deren Lebensbedingungen in Baracken in Vorarlberg miterlebt habe. Losgelöst von diesen persönlichen Berührungspunkten hat mich das Buch in seinen Bann gezogen. Die Verflechtung der einzelnen Erzählebenen und deren jeweilige Zusammenführung zu Schnittpunkten hat mich dazu gebracht, dass ich das Buch quasi in einem Stück durchgelesen habe. Für mich hat sich das Buch "wie aus einem Guss" gelesen. In mancher Hinsicht habe ich Parallelen zu Martin Suter erkannt, allerdings gefällt mir die von Rolf Dobelli gewählte Sprache und sein Erzählstil wesentlich besser, weil die Handlungsabläufe bei Rolf Dobelli bei mir kein so bedrückendes Gefühl der Ausweglosigkeit ausgelöst haben, wie in den meisten Büchern von Martin Suter.

HEYN Leserunde Petra Hesse

veröffentlicht am 20.11.2012

In seinem Roman Massimo Marini entwickelt Dobelli dem ersten Anschein nach eine Antithese von "Haben" und "Sein", personifiziert im Titelhelden und seinem Anwalt, der zugleich als Erzähler die Erzählperspektive weitgehend bestimmt. In psychosozialer ...

In seinem Roman Massimo Marini entwickelt Dobelli dem ersten Anschein nach eine Antithese von "Haben" und "Sein", personifiziert im Titelhelden und seinem Anwalt, der zugleich als Erzähler die Erzählperspektive weitgehend bestimmt. In psychosozialer Hinsicht liefert die Schweiz der Nachkriegszeit den Extremfall einer europäischen Versuchsanordnung: Wie verhält sich der Sohn mittel- und weitgehend rechtloser Arbeitsmigranten mit Saisonnier-Status in diesem wohlhabenden Land, das zudem "scheinbar" über eine ungebrochene Rechtstradition verfügt? Erwartungsgemäß orientiert sich der Habenichts in seinem Lebensentwurf am Prinzip des Haben-Wollens; auch seine jugendliche Kritik an den herrschenden Verhältnissen ist eine Form der Bemächtigung. Ebenfalls erwartungsgemäß verharrt der arrivierte Zürcher Anwalt in der Haltung des distanzierten Beobachters. Interessanter wird das Erzählen, sobald die personifizierte Antithese aufbricht: Der soziale Aufstieg mündet in die Suche nach Liebe und nach der Freundschaft des Anwalts, während dessen distanziertes Interesse infolge einer Depression zum Ersatz für eigene Vitalität wird. So vollzieht sich eine schrittweise Umkehr der ursprünglichen Wertungen, die dem zugrunde liegenden Schematismus zum Trotz für die beiden männlichen Protagonisten ganz überzeugend geschildert wird: Beide erleiden den Zusammenbruch ihrer Identität, an deren Aufbau bzw. Aufrechterhaltung sie ihr Leben lang gearbeitet haben. Die weiblichen Nebenfiguren hingegen bleiben blass und papieren, was allenfalls mit der männlichen Erzählperspektive zu entschuldigen ist. Letztlich wird dadurch aber die Aussagekraft der Handlung als ganzer geschwächt ? sie reduziert sich auf ein erkennbar männliches Konstrukt von Wirklichkeit. Von dieser Kritik nehme ich jene Momente aus, die der Autor vermutlich aus eigenem Erleben schöpft: den Verlauf der Einreise von Massimos Eltern in die Schweiz, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen, die Überanpassung der Fremden, deren verstecktes Kind nicht einmal ein Existenzrecht hat. Der Schematismus der späteren Kompensation durch den sozialen Aufsteiger mag in gewolltem Kontrast zu den berührenden Details dieses "Migrationshintergrundes" stehen. Und hier hätte z. B. eine überzeugendere Entfaltung der ersten Ehefrau Monika ansetzen können, die in ihrem Bemühen um Massimo aber weitestgehend auf ihre Anteilnahme an seiner Arbeitswelt reduziert wird - von ihrer Innenwelt erfahren wir so gut wie nichts. Die Schönheit und das Künstlertum der zweiten Ehefrau bleiben dann vollends eine Behauptung des ganz Anderen aus männlicher Perspektive. In interkulturellen Beziehungen laufen aber ganz andere Auseinandersetzungen ab, und das sogar in der Schweiz (in der ich über zwanzig Jahre gelebt habe).?

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