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Ein Sid-Halley-Roman

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Kurztext / Annotation
Als Privatdetektiv hatte Sid Halley jahrelang erfolgreich Fälle im Rennbahnmilieu gelöst. Er war verfolgt, verprügelt und angeschossen worden. Er dachte, er hätte all das hinter sich. Er lag falsch. Seiner Familie zuliebe hatte Sid Halley das gefährliche und unwägbare Leben als Ermittler aufgegeben. Und nichts in der Welt würde daran etwas ändern können. Bis man ihm ein Ultimatum stellt, das er nicht ablehnen kann.

Felix Francis, geboren 1953 als jüngerer Sohn des verstorbenen Bestsellerautors und Ex-Jockeys Dick Francis. Er firmierte bei vier Büchern als Co-Autor seines Vaters und leistete die Recherchearbeit für viele weitere. Bevor er eigene Thriller in der Tradition seines Vaters zu schreiben begann, arbeitete er als Physiklehrer. Felix Francis lebt in England.

Textauszug
{7} 1

" N ein", sagte ich. "Ausgeschlossen."

"Es muss sein, Sid."

"Warum?"

"Zum Wohl des Galopprennsports."

Die Taktik kannte ich.

"Ich bin doch in Rente", erwiderte ich. "So was mache ich nicht mehr."

Sir Richard Stewart, Vorsitzender der obersten britischen Rennsportbehörde BHA , hatte sich nicht vom Regalauf füller zum Geschäftsführer der größten Supermarktkette auf der Insel hochgearbeitet, indem er "Nein" als Antwort gelten ließ.

"Ach, kommen Sie, Sid", sagte er mit einem schlauen Lächeln. "Jeder weiß, dass Sid Halley immer noch zu den Besten gehört." Sir Richard knuff te mich in den Arm. "Und Sie wollen es doch auch."

Wollte ich das?

Privatdetektiv war ich seit knapp sechs Jahren nicht mehr. Inzwischen hatte ich mich als einigermaßen erfolgreicher unabhängiger Investor etabliert, hauptsächlich im Handel mit Blue Chips auf den großen Märkten, zunehmend aber auch mit der Finanzierung junger Unternehmer, die gute Ideen hatten, aber knapp bei Kasse waren.

{8} Sechs relativ stressfreie Jahre, in denen niemand darauf aus gewesen war, mich zu verprügeln oder Schlimmeres.

"Nein", wiederholte ich entschieden. "Ich möchte wirklich nicht, weder jetzt noch überhaupt."

Das hörte Sir Richard of fensichtlich gar nicht gern.

"Sid", und er zog den Namen ein paar Sekunden in die Länge, "darf ich Ihnen etwas im Vertrauen sagen?"

"Selbstverständlich."

Er beugte sich zu mir vor, als hätte er Angst, belauscht zu werden, dabei saßen wir allein im Wohnzimmer meines Hauses in Oxfordshire.

"Ich befürchte ernsthaft, dass die ganze Zukunft unseres Sports auf dem Spiel steht." Mit hochgezogenen Augenbrauen und zusammengepressten Lippen nickte er mir zu, als wollte er das Gesagte unterstreichen. "Der Rennsport lebt von seiner Integrität. Klar, natürlich kann fast jeder von verschobenen Rennen und gedopten Pferden erzählen, aber im Großen und Ganzen ist der Rennsport eine saubere Sache. Sonst wäre das Vertrauen nicht da, das die Leute zum Wetten brauchen, und wo kämen wir da hin?"

Ich schwieg.

"Deshalb investieren wir von der BHA so viel Zeit und Geld in Dopingkontrollen und ahnden Verstöße so streng. Es macht uns nicht gerade Spaß, jemandem die Lebensgrundlage zu entziehen, aber andere müssen abgeschreckt werden."

Ich nickte. All das war mir bekannt.

"Weshalb dann die Panik?", fragte ich.

"Ich bin überzeugt, dass jemand dabei ist, das System {9} auszuhebeln. Durch Wettmanipulation. Deshalb brauchen wir Sie."

"Und der Sicherheitsdienst der BHA ?", fragte ich. "Können die dem nicht nachgehen?"

"Ich habe sie dazu angehalten", seufzte er. "Es sei alles in Ordnung, und ich sei im Irrtum, hieß es. Aber ich weiß, dass ich recht habe."

"Und woher?"

"Ich weiß es einfach."

Schlüssig klang das nicht gerade, aber Sir Richard hatte schon oft für gewagte Überzeugungen eingestanden und sich noch selten geirrt.

"Es tut mir leid", sagte ich im Aufstehen, "ich kann Ihnen trotzdem nicht helfen."

Sir Richard sah mich an. "Können oder wollen Sie nicht?"

"Beides. Und wahrscheinlich wäre ich ohnehin nicht zu gebrauchen. Ich habe das Detektivspielen verlernt."

"So ein Quatsch!" Sir Richard erhob sich ebenfalls. "Haben Sie auch das Atmen verlernt? Der Sid Halley, den ich kannte, hat mit geschlossenen Augen mehr erfasst als die ganze Londoner Polizei mit of fenen."

Ich schaute ihn aus fünfundzwanzig Zentimetern Entfernung an.

"Ich bin nicht mehr der Sid Halley, den Sie kannten."

Er sah mir in die Augen, bis ich mich nach ein paar Sekunden abwandte.

"Das ist wirklich schade", meinte er seufzend.

Mir war jämmerlich zumute, aber mehr konnte ich dazu nicht sagen.

{10} "Dann gehe ich wohl besser." Sir Ric

Beschreibung für Leser
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

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Veröffentlicht 2016, von Felix Francis bei Diogenes

ISBN: 978-3-257-60729-1
Auflage: 1. Auflage
Reihe: Sid Halley
464 Seiten

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