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Swinging Bells

Roman

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Kurztext / Annotation
Liebe, Sex, Sehnsucht und ein ganz besonderes Fest der Liebe: nach seinem Bestseller'Ans Meer' liefert René Freund mit 'Swinging Bells' eine brilliante Beziehungskomödie rund um Weihnachten.
Sandra und Thomas haben es geschafft, den verwandtschaftlichen Pflichten zu entkommen, und freuen sich auf Weihnachten zu zweit. Unangenehm ist nur, dass ausgerechnet heute noch die Leute vorbeikommen, die das zum Verkauf angebotene Bett abholen wollen. Als es an der Tür läutet, hofft Sandra, dass die Sache schnell erledigt sein wird. Doch die Käufer, die sich als Leo und Elisabeth vorstellen und eine Flasche Prosecco mitgebracht haben, machen es sich erst einmal im Wohnzimmer gemütlich. Thomas will nicht unhöflich sein, aber irgendwann beschleicht auch ihn der Verdacht, dass hier irgendetwas schiefläuft. Eine brillante Komödie, die mit den Themen Liebe, Sex, Sehnsucht, Angst, Wünschen und Verdrängen spielt.

René Freund, geboren 1967, lebt als Autor und Übersetzer in Grünau im Almtal. Er studierte Philosophie, Theaterwissenschaft und Völkerkunde und war von 1988 bis 1990 Dramaturg am Theater in der Josefstadt. Bücher (u.a.): Stadt, Land und danke für das Boot (Realsatiren, 2002), Wechselwirkungen (Roman, 2004). Im Deuticke Verlag sind erschienen Liebe unter Fischen (2013), seine Familiengeschichte Mein Vater, der Deserteur (2014), Niemand weiß, wie spät es ist (2016), Ans Meer (2018) und zuletzt der Roman Swinging Bells (2019).

Textauszug
5

Als die Glocke läutete, dachte Sandra, dass Thomas wohl seinen Schlüssel vergessen hatte. Sie ging zur Tür, drückte den Knopf, um den Hauseingang zu öffnen, und machte die Wohnungstür auf. Sie eilte in die Küche zurück zu ihrer Ingwer-Kokos-Kürbissuppe. Wenig später wunderte sie sich, als es zaghaft an der halb geöffneten Küchentür klopfte. Sie drehte sich um und erschrak zu Tode. Da standen zwei wildfremde Menschen. Sie stieß unwillkürlich einen Schrei aus.

"Entschuldige bitte", sagte Elisabeth, "aber es war offen, und wir dachten ..."

"Entschuldigung, dass ich so erschrocken bin", sagte Sandra. "Sie kommen wegen des Doppelbetts, nicht wahr?"

"Sozusagen", sagte Leo, griff in die Einkaufstasche und überreichte Sandra die Flasche Prosecco, "aber wir wollen nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen." Sandra nahm die Flasche und ging ins Wohnzimmer, um nachzusehen, ob Thomas zurückgekommen war. Nichts. Die Eingangstür war geschlossen.

"Sie sieht wirklich nicht schlecht aus", flüsterte Leo Elisabeth zu. "Ein bisschen nervös zwar, aber sie wird schon auftauen." Sie folgten ihrer Gastgeberin ins Wohnzimmer.

"Hallo, ich bin Leo", sagte Leo und schüttelte Sandra die Hand.

"Und ich bin Elisabeth", fügte Elisabeth hinzu.

"Sandra", sagte Sandra geistesabwesend.

"Entschuldigung, können wir ...", murmelte Leo, als er den Garderobenhaken sah. Er half Elisabeth aus dem Mantel, zog seine Jacke aus, hängte beides auf und rieb sich die Hände.

"Gemütlich hier. Und ein wunderschöner Christbaum!"

"Sollen wir die Schuhe ausziehen?", fragte Elisabeth.

"Ich glaube nicht, dass das nötig sein wird, denn Sie werden nicht lange bleiben, nehme ich an ... Es ist schließlich Weihnachten und ..."

"Ach, wir werden schon sehen", sagte Leo. "Ich muss sagen, du siehst wirklich ganz bezaubernd aus."

"Danke", sagte Sandra. Ihr fiel absolut nicht ein, was sie sonst hätte sagen können.

"Und so jung", fügte Leo hinzu. "Viele schummeln ja bei ihrem Alter."

"Wie meinen Sie das?", fragte Sandra.

"Ich finde, wir sollten uns du sagen", sagte Elisabeth. "Haben wir beim Chatten ja auch gemacht."

"Beim Chatten?", fragte Sandra verwirrt. "Ach so, wie wir uns geschrieben haben ..." Eigentlich hatte sie keine Erinnerung daran, mit den Bettkäufern per du gewesen zu sein. Aber egal.

"Ach, ich dachte, da warst du auch dabei. Dann hat das wohl nur dein Mann gemacht."

"Mein Mann hat was?", fragte Sandra.

Elisabeth und Leo warfen einander einen Blick zu. Entweder hatte ihr Mann das alles hinter Sandras Rücken organisiert, oder sie spielte hier aus irgendeinem Grund die Naive. Oder es gab den Mann gar nicht. Das schien aber nicht sehr wahrscheinlich, denn Single-Frauen deklarieren sich meistens als solche.

"Wo ist er denn eigentlich, dein Mann?", fragte Elisabeth.

"Er wird jeden Augenblick hier sein", antwortete Sandra.

Leo nahm Sandra die Flasche Prosecco aus der Hand. Sie ließ es geschehen.

"Ich möchte nicht unverschämt sein", sagte Leo, während er die Flasche öffnete, "aber wir könnten ja inzwischen einen Schluck trinken."

Also gut, dann würde man eben noch einen Schluck trinken, dachte Sandra, Thomas würde ohnehin gleich zurückkommen, dann könnte man anstoßen, das Bett hinuntertragen und Weihnachten feiern. Zu zweit.

"Ein Schlückchen ist oft mal ganz gut für die Lockerheit", meinte Elisabeth.

"Freilich", sagte Sandra. Freilich war ein Wort aus ihrer Heimat. In der Stadt sagten die Menschen natürlich . Bei ihr am Land sagten sie freilich . Genau genommen: Freili . Natürlich kam ihr die ganze Situation hier nicht vor, aber freilich , sie würde sich jetzt keine Blöße geben, und dieser Leo war zwar ein bisschen direkt, aber recht charmant. Sie nahm vier

Beschreibung für Leser
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

Cover Swinging Bells
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Veröffentlicht 2019, von René Freund bei Paul Zsolnay Verlag

ISBN: 978-3-552-06405-8
192 Seiten

Über René Freund

René Freund, geboren 1967, lebt als Autor und Übersetzer in Grünau im Almtal. Er studierte Philosophie, Theaterwissenschaft und Völkerkunde und war von 1988 bis 1990 Dramaturg am Theater in der Josefstadt. Bücher (u.a.): Stadt, Land und danke für das Boot (Realsatiren, 2002), Wechselwirkungen (Roman, 2004). Im Deuticke Verlag sind erschienen Liebe unter Fischen (2013), seine Familiengeschichte Mein Vater, der Deserteur (2014), Niemand weiß, wie spät es ist (2016), Ans Meer (2018) und zuletzt der Roman Swinging Bells (2019).

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