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Abrechnung von Beendigungsansprüchen

Fehler vermeiden und Gestaltungsmöglichkeiten nutzen

Cover Abrechnung von Beendigungsansprüchen
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Die Beendigung von Dienstverhältnissen wirft zahlreiche arbeits- und abgabenrechtliche Probleme auf. Vor allem die Abrechnung von Beendigungsansprüchen wie zB Abfertigung, Urlaubsersatzleistung, Vergleichszahlungen etc ist eine Herausforderung für sich.

Dieses Buch enthält
• praxisorientierte arbeitsrechtliche und abgabenrechtliche Hinweise für jeden einzelnen Beendigungsanspruch ...
Beschreibung
Die Beendigung von Dienstverhältnissen wirft zahlreiche arbeits- und abgabenrechtliche Probleme auf. Vor allem die Abrechnung von Beendigungsansprüchen wie zB Abfertigung, Urlaubsersatzleistung, Vergleichszahlungen etc ist eine Herausforderung für sich.

Dieses Buch enthält
• praxisorientierte arbeitsrechtliche und abgabenrechtliche Hinweise für jeden einzelnen Beendigungsanspruch und
• Rechenbeispiele mit Lösungen für die konkrete Abrechnung der Beendigungsansprüche, die Sie sonst in keinem Buch zur Beendigung von Dienstverhältnissen finden.

Besonders praktisch sind die Checklisten am Ende des Buches. Damit haben Sie die richtige Abrechnung (frei oder pflichtig) hinsichtlich Sozialversicherung, Lohnsteuer, DB, DZ und Kommunalsteuer und BV-Beitrag im Blick und können überprüfen, ob Sie alles Notwendige bei der Endabrechnung bedacht haben.

Kurztext / Annotation
Zielgruppe: Personalverrechner, Lohnbüros, Steuerberater, Unternehmer

Textauszug
Kapitel 4 - Vergleichssummen

4.1 Arbeitsrechtliche Hinweise
Charakteristisch für einen Vergleich ist ein
- beiderseitiges Nachgeben hinsichtlich geltend gemachter Ansprüche,
- mit dem Ziel der Bereinigung sämtlicher strittiger oder zweifelhafter Ansprüche (§ 1380 ABGB).

Das Vorliegen eines Vergleichs setzt somit eine strittige oder zweifelhafte Rechtslage voraus. Auf die Bezeichnung einer Vereinbarung als „Vergleich“ kommt es hingegen nicht entscheidend an. Eine Vereinbarung, in der der Arbeitnehmer auf ihm unstrittig zustehende Rechte verzichtet, ist daher nicht als Vergleich, sondern als Verzicht zu werten.

ACHTUNG! Ein Verzicht ist bei aufrechtem Dienstverhältnis arbeitsrechtlich grundsätzlich unwirksam. Ein Vergleich kann sowohl während eines aufrechten Dienstverhältnisses – zB über die Höhe geleisteter und abzugeltender Überstunden – als auch nach Beendigung des Dienstverhältnisses abgeschlossen werden.

HINWEIS: Die Bereinigungswirkung eines anlässlich der Auflösung eines Dienstverhältnisses abgeschlossenen Vergleiches erstreckt sich im Zweifel auf alle aus diesem Rechtsverhältnis entspringenden und damit zusammenhängenden gegenseitigen Forderungen und tritt selbst dann ein, wenn in den Vergleich keine Generalklausel aufgenommen wurde. Sie umfasst – wie ein Umkehrschluss aus dem 2. Satz des § 1389 ABGB ergibt – auch solche Ansprüche, an welche die Parteien im Zeitpunkt des Vergleichsabschlusses zwar nicht gedacht haben, an die sie aber denken hätten können.

TIPP: Soll der Vergleich daher bestimmte Ansprüche nicht umfassen (zB etwaig gewährte Vorschuss-, Darlehensrückzahlungen oder Regressforderungen des Dienstgebers bezüglich nicht einbehaltener bzw vom Finanzamt nachgeforderter Lohnsteuer), so ist es am Dienstgeber gelegen, diesbezügliche Ausschlüsse ausdrücklich im Vergleich zu vermerken, da ansonsten der Vergleich auch diese umfasst.

4.2 Abgabenrechtliche Behandlung

4.2.1 Sozialversicherung

Wird ein gerichtlicher oder außergerichtlicher Vergleich über Ansprüche geschlossen, die sich auf die Zeit des aufrechten Bestands des Dienstverhältnisses beziehen, ist der beitragspflichtige Vergleichsbetrag durch Aufrollen den betroffenen Beitragszeiträumen zuzuordnen.
Bei der Aufrollung sind die Beitragssätze und die ASVG-Höchstbeitragsgrundlage des jeweiligen Beitragszeitraumes, in den „hineingerollt“ wird, ebenso zu beachten, wie bereits erhaltene sv-pflichtige Bezüge. Hat der Dienstnehmer in den betroffenen Zeiträumen bereits ein beitragspflichtiges Entgelt über der ASVG-Höchstbeitragsgrundlage bezogen, so fallen für die Vergleichszahlung keine weiteren SV-Beiträge mehr an.
Wurde hingegen ein sv-beitragspflichtiges Entgelt unter der ASVG-Höchstbeitragsgrundlage bezogen, muss der damaligen Bemessungsgrundlage die Vergleichszahlung hinzugerechnet und der auf die Vergleichszahlung entfallende SV-Beitrag − unter Berücksichtigung der bereits erhaltenen sv-pflichtigen Bezüge und der jeweiligen ASVG-Höchstbeitragsgrundlage – berechnet und in Abzug gebracht werden.
Wird ein gerichtlicher oder außergerichtlicher Vergleich über Ansprüche geschlossen, die sich auf die Zeit nach Beendigung des Dienstverhältnisses beziehen, kommt es zur Verlängerung der Pflichtversicherung um jenen Zeitraum, für den der beitragspflichtige Entgeltanspruch (zB Kündigungsentschädigung, Urlaubsersatzleistung) zugestanden wurde (§ 11 Abs 2 ASVG).

Einführung oder Vorwort
Die Beendigung von Dienstverhältnissen wirft zahlreiche arbeits- und abgabenrechtliche Probleme auf. Insbesondere die korrekte Abrechnung der aus einer Beendigung resultierenden Dienstnehmeransprüche auf Abfertigung, Urlaubsersatzleistung, aliquote Sonderzahlungen etc sorgt in der Praxis immer wieder für Unsicherheiten.
Anhand von zahlreichen Beispielen bietet der vorliegende Leitfaden eine praxisorientierte Hilfe bei der Abrechnung von Beendigungsansprüchen.
Abgerundet wird das Werk durch eine Checkliste für die Endabrechnung sowie eine zusammenfassende Lohnartenübersicht, in der die abgabenrechtliche Behandlung der Beendigungsansprüche in den Bereichen Lohnsteuer, Sozialversicherung, BVK, DB, DZ und KommSt dargestellt wird.
Es wird darauf hingewiesen, dass alle Angaben in diesem Buch trotz sorgfältigster Bearbeitung ohne Gewähr erfolgen und eine Haftung der Autoren oder des dbv-Verlages ausgeschlossen ist.

Wien, im August 2018 Die Autoren

Cover Abrechnung von Beendigungsansprüchen
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Veröffentlicht 2018, von Josef Hofbauer, Tina Dangl bei dbv-Verlag (Österreich)

ISBN: 978-3-7041-0712-1
104 Seiten
24 cm x 17 cm

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