Menü

Drohen mit einem Übel und Versprechen eines Vorteils

Zum Verhältnis von Nötigung und Bestechungsdelikten

Cover Drohen mit einem Übel und Versprechen eines Vorteils
Taschenbuch 41,20
Buch (Taschenbuch)
41,20
inkl. gesetzl. MwSt.
Jetzt bis zum 30.04.20 österreichweit versandkostenfrei Bücher bestellen.
Bitte beachten Sie, dass unsere Buchhandlungen derzeit geschlossen sind.
Click & Collect
Artikel online bestellen und in der Filiale abholen.
Artikel in den Warenkorb legen, zur Kassa gehen und Wunschfiliale auswählen. Lieferung abholen und bequem vor Ort bezahlen.
 
Die Drohung mit einem empfindlichen Übel ist Tathandlung der Nötigung, das Versprechen eines Vorteils Tathandlung der Bestechung. Beide Deliktsarten werden im geltenden Recht ganz unterschiedlich geregelt und scheinen klar voneinander unterschieden zu sein. Tatsächlich lassen sich jedoch vielfach Drohungen auch als Versprechungen auffassen und umgekehrt.
Die damit verbundenen Einzelprobleme ...
Beschreibung
Die Drohung mit einem empfindlichen Übel ist Tathandlung der Nötigung, das Versprechen eines Vorteils Tathandlung der Bestechung. Beide Deliktsarten werden im geltenden Recht ganz unterschiedlich geregelt und scheinen klar voneinander unterschieden zu sein. Tatsächlich lassen sich jedoch vielfach Drohungen auch als Versprechungen auffassen und umgekehrt.
Die damit verbundenen Einzelprobleme werden in der Regel entweder bei den Nötigungs- oder bei den Bestechungsdelikten diskutiert. Hier wird demgegenüber das Verhältnis beider Deliktsgruppen durch eine übergreifende Konzeption bestimmt. Sie verbindet die naturalistische Unterscheidung zwischen (angekündigtem) Tun und Unterlassen mit der normativen Differenzierung zwischen freigestelltem, gebotenem und verbotenem Verhalten. Diese „Vereinigungstheorie“ führt zu einer exklusiven Fassung beider Tathandlungen.
Mit einem Übel droht hiernach, wer für den Fall der Kooperationsverweigerung ein nachteiliges Tun, das freigestellt oder verboten ist, oder aber ein nachteiliges verbotenes Unterlassen ankündigt. Einen Vorteil verspricht, wer für den Fall der Kooperation ein vorteilhaftes Tun, das freigestellt oder verboten ist, oder aber ein vorteilhaftes verbotenes Unterlassen in Aussicht stellt. Verdeutlicht wird diese Konzeption an einer Kasuistik von zehn Fällen, die überwiegend der höchstrichterlichen Rechtsprechung entnommen sind. Dabei ergeben sich deutliche Unterschiede zur bisherigen Praxis.

Cover Drohen mit einem Übel und Versprechen eines Vorteils
Auf die Merkliste

Veröffentlicht 2018, von Lothar Kuhlen bei C.F. Müller

ISBN: 978-3-8114-4612-0
Auflage: 1. Auflage
Reihe: C. F. Müller Wissenschaft
IX, 99 Seiten
21 cm x 14.8 cm

Über Lothar Kuhlen

Der Autor:
Prof. Dr. Lothar Kuhlen ist Professor für Strafrecht und Kriminologie, Wirtschafts- und Umweltstrafrecht an der Universität Mannheim.


Über Lothar Kuhlen

facultas-Newsletter

Aktuelle Neuerscheinungen, Empfehlungen, Angebote und Aktionen