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... der Demokratie entgegengehen

Die Sitzungsprotokolle des Beratenden Landesausschusses von Gross-Hessen im Jahr 1946

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Im ersten Nachkriegswinter berief der Hessische Ministerpräsident Prof. Karl Geiler den Beratenden Landesausschuss ein, der von Februar bis Juni 1946 in Wiesbaden tagte. Seine Mitglieder, zumeist Widerstandskämpfer und Opfer der NS-Diktatur, wurden von ihm auf Vorschlag der politischen Parteien ernannt. Sie verstanden sich als Abgeordnete eines Vorparlaments von besonderer Bedeutung, das als ...
Beschreibung
Im ersten Nachkriegswinter berief der Hessische Ministerpräsident Prof. Karl Geiler den Beratenden Landesausschuss ein, der von Februar bis Juni 1946 in Wiesbaden tagte. Seine Mitglieder, zumeist Widerstandskämpfer und Opfer der NS-Diktatur, wurden von ihm auf Vorschlag der politischen Parteien ernannt. Sie verstanden sich als Abgeordnete eines Vorparlaments von besonderer Bedeutung, das als Mittler zwischen Regierung und Bevölkerung amtieren sollte, solange die amerikanische Militärregierung die Wahl eines hessischen Landtags noch nicht zuließ.
Fünf Frauen und 43 Männer rangen um Lösun¬gen für die dringendsten Alltagssorgen, insbe-sondere um Maßnahmen gegen Lebens¬mittelmangel und Wohnungsnot und um die Fürsorge für Flüchtlinge, Vertriebene und Kriegsbeschädigte. Sie diskutierten aber auch schon Grund-satzfragen der politischen und gesellschaftlichen Ordnung, u.a. über die Reform des Bil-dungswesens, über die Frage von Markt- oder Planwirtschaft und die Einführung eines Be-triebsrätegesetzes. Die in diesem Band veröffentlichten Protokolle des Beratenden Landes-ausschusses gehören zu den anschaulichsten Quellen aus der Nachkriegszeit des Landes Hessen, die von Hunger und Not, gleichzeitig aber auch vom Bemühen um eine demokra-tische Neu¬ordnung geprägt war.
Viele Abgeordnete wurden später über die Landesgrenzen hinaus bekannt, wie z.B. der Bun-destagspräsident Dr. Erich Köhler, der DGB-Vorsitzende Willi Richter oder der Außenminister Dr. Heinrich von Brentano. Zu den mitreißendsten Rednern zählten Ma¬ria Sevenich, Mitbe-gründerin der hessischen CDU, und der Kommunist Leopold Bauer. Doch gab es auch Rede-beiträge voller Idealismus und Überzeugungskraft von heute weniger bekannten Abgeordne-ten, die nur diesem Parlament angehörten und sich an¬schließend aus der Politik zurückzogen.
Das Buch enthält eine ausführliche historische Einführung, die sorgfältig kommentierten voll-ständigen Protokolle und Kurzbiographien aller Abgeordneten. Die im Hessischen Haupt-staatsarchiv erarbeitete Dokumentation wendet sich nicht nur an die Fachhistori¬kerschaft, sondern eignet sich auch als Lese- und Arbeitsbuch für den Unterricht an Universi¬täten und Schulen, führt sie doch nicht nur in die demokratischen Anfänge des Landes Hessen, sondern auch in die politische Ideenwelt der Nachkriegszeit ein.

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