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Die diskutierte Region

Probleme und Planungsansätze der Metropolregion Rhein-Main

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Die internationale Renaissance der Metropolregionen seit den 1990er-Jahren spiegelt sich auch in der Rhein-Main-Region in einer Vielfalt regionaler Kooperationen. Zwar lassen sich Teilerfolge verzeichnen, doch bestimmte Herausforderungen, wie die anhaltende Suburbanisierung, die Finanzkrise oder die alltäglichen Belange der Bürger, werden bislang nicht ausreichend berücksichtigt. Mit Blick auf ...
Textauszug
Vorwort

Tobias Robischon

Die Metropolregion Rhein-Main ist eine diskutierte Region: Denn "Rhein-Main" ist zwar ein häufig benutztes Wort, aber auch nach Jahrzehnten noch kein selbstverständlicher Begriff auf der Landkarte, weder topographisch noch politisch. Allein für die räumliche Abgrenzung der Region gibt es eine Fülle von Definitionen mit einer gewaltigen Spannweite. Rhein-Main, das kann Frankfurt am Main mit seinen umliegenden Kommunen sein (Regionalverband FrankfurtRheinMain, circa 2,2 Millionen Einwohner), oder aber ein Gebiet, das von Worms bis hinter Fulda reicht (Europäische Metropolregion, circa 5,5 Millionen Einwohner).

Dieser Band über die "diskutierte Region" Rhein-Main ist selbst ein Diskussionsergebnis: Er fasst die Vorträge, Kommentare und Diskussionen der Veranstaltungsreihe "Metropolenforum Rhein-Main" zusammen, die vom Herbst 2010 bis zum Frühjahr 2012 monatlich im Darmstädter Schader-Forum stattfand. Die Reihe widmete sich den aktuellen Problemen und Handlungsfeldern der Metropolregion und schuf ein Forum für den konstruktiven Austausch zwischen Wissenschaft, (Planungs-)Praxis und Bürgern. In dem Dialogforum wurden Beiträge ausgewiesener Wissenschaftler durch Experten aus der regionalen Praxis kommentiert und gemeinsam mit einem Fachpublikum und interessierten Bürgern diskutiert. Bewusst wurde der Veranstaltungsreihe keine räumliche Abgrenzung der Metropolregion Rhein-Main zugrundegelegt. Der Blick sollte auf die realen Verflechtungen und Kooperationsmöglichkeiten gelenkt werden, sowohl innerhalb wie außerhalb bestehender Grenzziehungen.

Die Renaissance der Metropolregionen ab den 1990er Jahren hat in Deutschland zu einer Vielzahl regionaler Initiativen geführt, mit ganz unterschiedlichen Zielen und Inhalten (etwa in Stuttgart, Hannover, Rhein-Neckar und München). Auch in Rhein-Main gab es Versuche, die Kooperation in der Region zu stärken. Ziel dieser Initiativen ist es, mögliche Synergie- und Negativeffekte kommunaler oder privatwirtschaftlicher Einzelentscheidungen für die Gesamtregion sichtbar zu machen, Entscheidungen aus regionaler Perspektive neu zu bewerten, und das Handeln der regionalen Akteure an Leitbildern und übergreifenden Zielen der Metropolregion auszurichten. So zeigen Regionalreformen in anderen deutschen und internationalen Metropolregionen mögliche Vorteile regionaler Kooperation, zum Beispiel den Aufbau einer kosteneffizienteren und hochwertigeren Infrastruktur.

Allerdings entsteht der Eindruck, dass in der Diskussion die Realitäten der Metropolentwicklung, etwa die Suburbanisierung, noch immer in der Tendenz verdrängt und vorschnell als schädlich bewertet werden, was den Weg zu einer konstruktiven Auseinandersetzung versperrt. Alltägliche Belange der Bürger, die ihr Leben durch berufsbedingtes Pendeln und in der Freizeitgestaltung längst den regionalen Realitäten angepasst haben, werden eher selten angesprochen. Auch eine stadtregionale Öffentlichkeit für diese Themen gibt es bislang kaum. Hier setzte das Metropolenforum Rhein-Main an.

Als temporäres regionales Dialogforum wurde das Metropolenforum von Fachleuten und Bürgern aus der ganzen Rhein-Main-Region genutzt, sich zu Themen der Region zu informieren und darüber zu debattieren. Die Teilnehmer schätzten besonders die Möglichkeit der Diskussion an einem "neutralen Ort", was durch die Zusammenarbeit der Veranstalter Schader-Stiftung, der Technischen Universität Darmstadt, Fachgebiet Raum- und Infrastrukturplanung, Institut IWAR sowie des LOEWE-Schwerpunkts "Eigenlogik der Städte" möglich wurde. Die Vielfalt regionaler Themen bot Stoff für 14 Abende, und doch konnte nur ein Ausschnitt der möglichen Diskussionsthemen behandelt werden. Inhaltliche Schwerpunkte waren die Region im globalen Kontext, ihre räumlichen Transformationsprozesse, die Infrastrukturen der Region und stadtregionale Konflikte. Eine Übersicht der Veranstaltungen findet sich im Anhang.

Allen Beteiligten an der Veranstaltungsreihe, vor allem den Vortragenden und Kommentatoren aus der Praxis, sei an dieser Stelle für ihr Engagement herzlich gedankt. Der Moderatorin Dr. Ruth Fühner vom Hessischen Rundfunk, die durch die gesamte Veranstaltungsreihe geführt hat, gilt ein besonderer Dank. Die freundlich-konstruktive Diskussionsatmosphäre der Veranstaltungsreihe war vor allem ihr Verdienst.

Dank möchten wir auch der Abteilung Landesentwicklung, Städtebau und Wohnungswesen des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung aussprechen, welche die wissenschaftliche Begleitung des Forums finanziell unterstützt hat. Zugleich sei allen Autoren und Autorinnen herzlich für die produktive Zusammenarbeit im Publikationsprozess und ihre fristgerechte Erstellung der schriftlichen Fachbeiträge gedankt. Schließlich gilt unser herzlicher Dank den Personen, die an der Fertigstellung des Buchs mitgewirkt haben. Insbesondere Tobias Schmidt hat als studentischer Mitarbeiter am Fachgebiet Raum- und Infrastrukturplanung die Forumsdiskussionen kompetent protokolliert und ausgewertet und durch seine inhaltlichen Beiträge, editorischen Arbeiten und organisatorische Unterstützung wesentlich zur vorliegenden Buchpublikation beigetragen.

Beschreibung
Die internationale Renaissance der Metropolregionen seit den 1990er-Jahren spiegelt sich auch in der Rhein-Main-Region in einer Vielfalt regionaler Kooperationen. Zwar lassen sich Teilerfolge verzeichnen, doch bestimmte Herausforderungen, wie die anhaltende Suburbanisierung, die Finanzkrise oder die alltäglichen Belange der Bürger, werden bislang nicht ausreichend berücksichtigt. Mit Blick auf die Realitäten in zahlreichen Handlungsfeldern diskutieren Experten aus Wissenschaft und Praxis über Probleme und Perspektiven regionaler Zusammenarbeit in der polyzentrischen Metropolregion Rhein-Main.

Cover Die diskutierte Region
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Veröffentlicht 2012, von Jochen Monstadt, Karsten Zimmermann, Tobias Robischon, Barbara Schönig bei Campus

ISBN: 978-3-593-39654-5
Reihe: Interdisziplinäre Stadtforschung
358 Seiten
48 Abbildungen und Grafiken
21.3 cm x 14 cm

Über Jochen Monstadt, Karsten Zimmermann, Tobias Robischon, Barbara Schönig

Jochen Monstadt, Prof. Dr.-Ing., lehrt am Fachgebiet Raum- und Infrastrukturplanung am Institut IWAR der TU Darmstadt. Tobias Robischon, Dr. rer. pol., ist wissenschaftlicher Referent bei der Schader Stiftung, Darmstadt. Barbara Schönig, Dr.-Ing., ist Professorin für Stadtplanung am Institut für Europäische Urbanistik, Fakultät Architektur, an der Bauhaus-Universität Weimar. Karsten Zimmermann, PD. Dr. phil., ist Gastprofessor am Institut für Politikwissenschaft der TU Darmstadt.


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