Menü

Tipps zum Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit

  • Foto
 

 

Manche tun es gern, andere zucken bei dem bloßen Gedanken schon zusammen: wissenschaftliche Arbeiten schreiben ist nicht jedermanns Sache, und dennoch kommt kaum jemand, der studiert, um diese Denk- und Fingerübung herum. Tausendmal berührt und trotzdem oftmals unklar ist die Frage des Textaufbaus. Eine wissenschaftliche Arbeit ist keine Wortwurst, sondern ein Organismus, der nicht lange überlebt, wenn ihm die notwendigen Teile fehlen. Damit am Ende deines Schreibprozesses kein Frankenstein'sches Monster herauskommt, findest du hier eine kurze Übersicht über die Komponenten einer wissenschaftlichen Arbeit.

 

 

Das Deckblatt

Das Deckblatt ist sozusagen die Visitenkarte deiner Arbeit. Hier stehen allgemeine Informationen, etwa Titel und Art der Arbeit, Hochschule und Fachbereich, der Name der Verfasserin bzw. des Verfassers, der Name des oder der Begutachtenden sowie Ort und Jahr. Oft gibt es Vorlagen vom Institut.

 

 

Eidesstattliche Erklärung

Du hast doch nicht etwa von Wikipedia geklaut oder einen Ghostwriter mit dem Schreiben beauftragt? In diesem Abschnitt erklärst du, dass du die Arbeit selbst verfasst und dabei keine unerlaubten Hilfsmittel verwendet hast.

 

Abstract

Im Abstract fasst du deine Argumente und Forschungsergebnisse kurz zusammen. Beschränk dich dabei auf das Wesentlichste. Manchmal werden Abstracts auf Englisch verlangt.

 

Inhaltsverzeichnis

Wie der Name schon sagt, wird hier der Inhalt deiner Arbeit „verzeichnet“. Du befüllst das Inhaltsverzeichnis mit den Überschriften der verschiedenen Abschnitte. Viele schreiben das Inhaltsverzeichnis zuerst – das hilft beim Strukturieren des Arbeitsprozesses.

 

Abbildungs-/Tabellenverzeichnis

Wenn du in deinem Text Abbildungen oder Tabellen verwendest, ist hier der Ort, um sie anzuführen. Angegeben werden die Beschriftungen inklusive Seitenzahlen.

 

Einleitung

Unterschätze nicht die Wirkung eines guten Einstieges! In der Einleitung führst du deine Leserinnen und Leser in die Problemstellung ein, erklärst die Relevanz und Zielsetzung (Forschungsfragen) der Arbeit und gibst einen kurzen Ausblick auf den Argumentationsverlauf (Aufbau).

 

Hauptteil

Wenn der Text ein Organismus ist, befinden sich hier alle lebensnotwendigen Organe. Abhängig von der Studienrichtung kann der Hauptteil einen Theorie- und einen Methodenteil umfassen. Auch andere Gliederungen sind möglich.

 

Schlussteil

Im Schlussteil stehen Fazit und Ausblick. Du präsentierst deine Ergebnisse und bringst deine Arbeit zu einem fulminanten Abschluss.

 

Abkürzungsverzeichnis

Manchmal kommt es vor, dass du bestimmte lange Begriffe – zum Beispiel Werknamen – in deinem Text mehrmals wiederholen musst. Hier bieten sich Abkürzungen an. Verwendest du solche Abkürzungen, musst du sie in einem Abkürzungsverzeichnis anführen und erklären.

 

Literaturverzeichnis

Die meisten – allerdings nicht alle – Zitierstandards sehen vor, dass du am Ende deiner Arbeit ein Literaturverzeichnis anlegst. Hier steht die gesamte Literatur, die du beim Verfassen deiner Arbeit genutzt hast. Die Quellen werden in alphabetischer Reihenfolge angeführt.

 

Anhang

Alle ergänzenden Materialien, die in deine Arbeit eingeflossen sind, aber nicht frei verfügbar sind, kommen in den Anhang – zum Beispiel Transkripte von Interviews, Auswertungen, Tabellenblätter oder Kopien von historischen Dokumenten.

 

 

Und jetzt geht's los!

 

via GIPHY

 

Quelle: vgl. Karmasin/Ribing, 2017, S. 50ff.; Wytrzens u.a., 2017, S. 85ff.

 

 

 

Weitere Tipps zum Schreiben deiner wissenschaftlichen Arbeiten findest du hier:

 

facultas-Newsletter

Aktuelle Neuerscheinungen, Empfehlungen, Angebote und Aktionen