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Rezensionen

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Ana und Zak
von Brian Katcher
Nerd + Streber = verdrehte Geschichte mit Kuss 26. März 2017
Ana und Zak leben auf zwei verschiedenen Planeten - bis zum ersten Kuss...

Das blaue Cover mit den lustigen Figuren ist mir sofort aufgefallen und nach dem mir auch noch der Klappentext ziemlich gut gefallen hat, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Zum Glück habe ich das Buch als Leseexemplar erhalten, denn mir hat die Geschichte richtig gut gefallen.

Der Schreibstil des Autors ist angenehm, flüssig und sehr locker, weshalb man nur so durch die Seiten fliegt und das Buch sehr schnell gelesen hat. Die Geschichte wird abwechselnd aus Anas und Zaks Perspektive erzählt, was mir sehr gut gefallen hat, denn so konnte auf beide Charaktere gleich gut eingegangen werden.

Ana ist anfangs ein wenig oberflächlich. Sie macht nur das, was von ihr erwartet wird und dadurch ist sie ziemlich unglücklich. Sie macht sich auch selbst sehr viel Druck und man hat Mitleid mit ihr, aber im Laufe der Geschichte wird man sehr oft von ihr überrascht und sie macht eine sehr tolle Entwicklung durch. Zak ist der typische Nerd. Macht sich keine wirklichen Gedanken über sein Leben und ist ziemlich faul. Durch seine humorvolle Art mochte ich ihn allerdings von Anfang an sehr und man merkt auch, dass noch mehr hinter seiner lustigen Fassade steckt...

Sowohl die Handlung, als auch das Setting haben mir definitiv zugesagt. Es war mal etwas anderes und durch die spannenden, rasanten und auch leicht verdrehten Geschehnisse musste ich doch manchmal ziemlich schmunzeln. Die Geschichte besitz aber auch eine gewisse Tiefe. Es werden immer wieder Anspielungen gemacht, die immer mehr aufgedeckt werden, was mir sehr gut gefallen hat, denn so war es nicht nur lustig und süß.

Insgesamt kann ich nur sagen, dass mir die Geschichte richtig gut gefallen hat. Es ist ein Buch voller Witz, Schmerz, Verlust, Trauer und auch der ersten Liebe. Für jeden, der gerne eine süße kurzwellige nicht ganz so typische Liebesgeschichte lesen möchte definitiv eine Empfehlung!

Hool
von Philipp Winkler
Wenn Fussball und Gewalt der Sinn des Lebens sind 26. März 2017
von Regina
Für den 27jährigen Heiko Kolbe gibt es nur wenig im Leben was ihm wichtig ist, nachdem seine Freundin ihn verlassen hat: Es sind seine Freunde, mit denen er seine Liebe zum Fußball und zur Gewalt teilen kann. Immer wieder treffen sie sich zu Matches mit Gleichgesinnten aus anderen Städten, wo es ausschließlich darum geht, sich gegenseitig zusammenzuschlagen. Den Kick, den sich Andere beim Bungeejumping oder Bergsteigen holen, erhalten diese jungen Männer durch Schlägereien bis auf's Blut, wobei die Gegnerschaft im Fußball der bereits vorhandenen Aggressivität noch einen zusätzlichen Schub verleiht.
Nach Niemand ist bei den Kälbern ist dies bereits das zweite Buch in kurzer Zeit, das mir einen Einblick in eine Welt liefert, die bei Hool zwar im wahrsten Sinne des Wortes um die Ecke liegt; doch wovon hier erzählt wird, wirkt so weit entfernt, als wäre von einem anderen Planeten die Rede. Wunstorf, Luthe, Hannover - all diese Orte, in denen Heiko sich aufhält, sind mir gut bekannt. Aber in seinem Leben gehören Alkohol und Drogen ebenso wie Gewalt und Kriminalität zum Alltag. Da werden Anabolika gehandelt, Drogen vertickt und konsumiert, Tierkämpfe mit Wettgeschäften veranstaltet; es wird gesoffen, gekifft und wenn es einem gerade danach ist, einer zusammengeschlagen. Klar weiß ich, dass nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen (oder sowas in der Art) ist und es in unserer Gesellschaft Bereiche gibt, in denen die Uhren anders gehen. Doch was Philipp Winkler hier überzeugend durch seinen Protagonisten erzählen lässt, ist für mich eine völlig fremde Welt, obwohl sie in meiner unmittelbaren Nachbarschaft existiert.
Heiko ist kein wirklicher Sympathieträger ? wie könnte es bei einem Hooligan auch anders sein? Doch auch wenn seine Sprache vulgär, brutal und derb ist, ist er ebenso wenig der Widerling und die Dumpfbacke schlechthin, wie man vermuten könnte. Er war auf dem Gymnasium (wenn auch ohne Abschluss), machte Zivildienst und lehnt Nazis ab. So wie er seine Ruhe will, lässt er die Anderen in Ruhe und wäre nicht diese ständig schwelende Wut in ihm, der er bei den Matches freien Lauf lässt, könnte er der nette junge Nachbar von gegenüber sein. In Rückblicken, die in die laufende Erzählung immer wieder eingeschoben werden, wird erkennbar, woher diese Wut letzten Endes kommt. Auch der Blick auf Heikos Freunde widerspricht dem Klischee der rechten Schläger. Sie sind ebenfalls keine Nazis: Kai ist ein lebensfroher Student; Jojo ein braver Sohn, der bei seiner Mutter lebt.
Es ist ein brutales und grausames Buch ohne Schwarz-Weiß-Malerei, das ungemein realistisch wirkt und gerade im Hinblick auf die aktuellen Diskussionen um das Auseinanderdriften der Gesellschaft ein wichtiger Beitrag sein kann. Ich habe auf jeden Fall einen Einblick in eine Welt erhalten, der mir sonst nicht möglich gewesen wäre. Dafür Danke!
Eine Liebe mit vielen Schwierigkeiten 26. März 2017
von niknak
Inhalt:
(Klappentext)
Betti ist mit Leib und Seele Konditorin und führt erfolgreich ein kleines Café. Philip arbeitet als Koch in einem Restaurant. Bei einem Abendessen mit Freunden treffen sie aufeinander und kommen sich schnell näher.
Betti hat sich geschworen, ihr Herz nie wieder für jemanden zu öffnen. Zu viel ist in ihrer Vergangenheit schon passiert. Philip würde gerne mehr über sie erfahren. Schon einmal hat er eine böse Überraschung erlebt. Wie soll er sich da auf eine Frau einlassen, die er kaum kennt?
Gemeinsam engagieren beide sich für Flüchtlinge, doch das wird nicht von jedem gerne gesehen. Werden sie es schaffen, sich einander zu öffnen und die Hindernisse zu überwinden, die man ihnen in den Weg stellt?

Mein Kommentar:
Die Autorin Sandra Halbe hat einen sehr flüssigen Schreibstil, der sich leicht und schnell lesen lässt.
Die Geschichte ist aus zwei verschiedenen Perspektiven zu unterschiedlichen Zeiten erzählt. Zum einen erfährt man die Geschichte von Philip, welche er in der Gegenwart erzählt. Andererseits beginnt Bettis Geschichte in der Vergangenheit und kommt langsam in die Gegenwart, sodass sich beide Geschichten irgendwann miteinander verbinden. Obwohl sie ganz verschieden sind, ist es sehr interessant beide Sichten der Geschichte zu lesen und zu beobachten wie sie immer weiter aufeinander zutriften, bis sie schließlich miteinander verbunden sind.
Die Autorin hat die Personen sehr genau beschrieben, sodass sie beim Leser richtig lebendig ankommen. Auch die Nebenrollen wurden gut beschrieben und kommen sehr sympathisch rüber.
Aber auch die Landschaft und die Gegend werden sehr gut und genau beschrieben. Man kann sich immer ein gutes Bild von der Kulisse machen, in der die Geschichte spielt. Ich finde diese Liebe zum Detail von der Autorin sehr gelungen. Obwohl alles so genau beschrieben ist, hat sie es perfekt in die Erzählung eingebaut, sodass es nicht zu viel ist und langweilig wirken könnte. Es untermauert eher noch die Geschichte an sich.
Auch die Gefühle der Protagonisten kommen sehr gut rüber, da die Autorin einen sehr emotionalen und gefühlsbetonten Schreibstil hat. Man leidet sehr oft mit den Charaktere mit und freut sich auch mit ihnen. Man fühlt sich als Leser fast in die Geschichte hineinversetzt.
Besonders toll finde ich, dass es der Autorin gelungen ist hochaktuelle Themen in die Liebesgeschichte einfließen zu lassen und den Leser damit zum Nachdenken anzuregen. Es wird das Thema Flüchtlinge sehr gut aufgegriffen und behandelt, aber auch die Depressionen werden angesprochen. Wie Kinder depressiver Eltern damit umgzugehen lernen und wie es ihnen dabei ergeht auch mit ihrer verlorenen Kindheit spielt eine wichtige Rolle in diesem Buch. Das finde ich sehr schön. So liest man das Buch und es lässt einen auch danach nicht sofort los, da einem diese Themen noch länger in Erinnerung bleiben.

Mein Fazit:
Ein wirklich tolles Buch mit vielen Emotionen, das den Leser beschäftigt und zum Nachdenken anregt. Wirklich sehr empfehlenswert.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

Japanische Kultur leicht gemacht 26. März 2017
von niknak
Inhalt:
Vanessa Faber fliegt für drei Monate als Au - Pair nach Tokyo um sich selbst wiederzufinden. Ihre Gastmutter bringt sie jedoch sehr schnell an ihre Grenzen. Deshalb will sie ausziehen und findet sich sehr schnell bei Saki wieder. Die beiden Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein können, freunden sich an. Vanessa soll Saki bei ihrem interkulturellem Hilfsdienst helfen, wenn auch sehr widerwillig stimmt Vanessa zu. Dabei lernt sie auch einen Japaner kennen. Dadurch stellt sich die Frage für Vanessa. Gehen oder bleiben?

Mein Kommentar:
Die Autorin war mir durch ihr Buch "Ein Mitbewohner zum Verlieben" bereits bekannt. Ich mag ihren Schreibstil. Er zieht den Leser direkt nach Japan. Es ist ein bisschen so, als wäre man selbst vor Ort.

Die kulturellen Unterschiede von Japan und der "westlichen Welt" kam sehr gut zu Geltung. Immer wieder waren japanische Traditionen eingebaut. Auch waren einige japanische Wörter eingebaut, die jedoch immer auch auf Deutsch übersetzt wurden. Dadurch konnte man auch einiges von Japan lernen. Ein Wort, das mir wahrscheinlich immer in Erinnerung bleiben wird - "Bento". Bentos sind mehr oder weniger Lunchboxen aus Fertiggerichten.

Ich finde es schade, dass man nicht viel von der Vergangenheit der Protagonisten erfahren hatte. Nur von Vanessa erfuhr man ein bisschen, aber leider auch nicht besonders viel.

Die Gefühle der Charaktere kommen jedoch sehr gut zur Geltung. Da das Buch aus der Sicht von Vanessa geschrieben ist, sind es überwiegend ihre Gefühle, die der Leser vermittelt bekommt. Trotzdem konnte ich mich auch in die anderen Protagonisten gut hineinversetzen.

Vanessas Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit waren sehr aussagekräftig. Manchmal war sie kurz davor aufzugeben, hielt jedoch durch und kämpfte. Dadurch bewies sie einen starken Willen und viel Kraft. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht leicht ist, ganz alleine in einer total anderen Kultur zu sein und man dort niemanden kennt.

Mein Fazit:
Ich fand das Buch sehr gut. Es weist auf die kulturellen Unterschiede von Japan und Europa, macht jedoch total Lust darauf Japan einmal selbst kennenzulernen. Es ist ein super Buch für zwischendurch, da man beim Lesen nicht viel denken muss.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

Oma wird erwachsen
von Liv Jansen
Hat Oma Edith Burn Out? 26. März 2017
von niknak
Inhalt:
Oma Edith leidet scheinbar an Burn Out, da sie immer allen im Dorf hilft und nie Zeit für sich selbst oder zum Entspannen hat. Nach einem Zusammenbbruch kommt ihr Enkelin Isabell mit ihrem schwulen Freund Kalle zu Hilfe und versucht Oma zum Entspannen zu überreden. Das ist aber nicht so einfach, da Edith immer aktiv ist und nicht lockerlassen will.
Bald schmeißen Isabell und Kalle den Hof von Edith und entwickeln sogar noch eine lukrative Anti - Stress Therapie für überarbeitete Großstädter.
Dann kommt auch noch der Immobilienmarkler Ulf Winkelbach und will die ganzen alten Bauernhöfe und Häuser in dem idyllischen Ort Seestein kaufen.
Wie wird der kleine Ort mit all dem Trubel und dem möglichen Verkauf umgehen? Kann Isabell auf dem Land zurechtkommen, da sie ja eigentlich die Großstadt gewöhnt ist?

Mein Kommentar:
Der Autor Liv Jansen hat einen tollen und flüssigen Schreibstil. Der Roman ist sehr unterhaktsam aufgebaut und begeistert den Leser von Anfang an.
Die Protagonisten sind wirklich toll beschrieben und wachsen dem Leser sofort ans Herz. Sie sind sehr gut beschrieben und man kann sie sich gut vorstellen. Oma Edith fand ich einfach klasse mit ihren 76 Jahren und ihren tollen Einfällen. Sie hat auch tolle Namensgebungen für die Leute in ihrer Nähe: So nennt sie ihre nIcht zum Beispiel Klößchen, da sie etwas rundlicher ist und ihr schwuler Freund wird einfach Schwuppi genannt, Sie bringt das in einer so netten Form rüber, dass ihr niemand böse sein kann und der Leser darüber richtig schmunzeln muss. Es gäbe noch viel mehr solche Szenen, aber die sollt ihr besser selbst lesen.
Die einzelnen Charaktere sind so verschieden, dass sich immer wieder lustige und spannende Szenen ergeben. Dadurch hat das Buch einen sehr guten Unterhaltungswert und wird nie langweilig. Des öfteren muss man als Leser auch Lachen oder zumindest schmunzeln.
Es ist für jeden etwas in diesem Buch dabei, da auch die Spannung und die Liebe nicht zu kurz kommen. Das Ende hat mich ein wnig überrascht, was mir besonders gut gefiel. Dadurch war es für mich nicht so ganz vorhersehbar, wie das Buch ausgeht. Da es sich aber um einen humorvollen Roman handelt, stört es mich auch nicht, wenn manche Szenen vorhersehbar sind.

Mein Fazit:
Ein Buch, das eine tolle Unterhaltung für jedermann bietet. Es gibt Humor, Spannung und Liebe zu finden und auch sehr liebenswürdige Protagonisten, sodass sicher für jeden das Passende dabei ist.

Ganz liebe Grüße,
Niknak
Marmeladenglasmomente - schöne Momente, die man nie vergessen möchte 26. März 2017
von niknak
Inhalt:
(Klappentext)
Neue Uni, laute Großstadt, komplizierte WG - Emilia musste für ihr Medizinstudium ins hektische Berlin ziehen und ist darüber todunglücklich. Alles erscheint ihr fremd und furchteinflößend. Dann trifft sie den Modedesign-Studenten Leo, und plötzlich fühlt sich Emilia angekommen. Durch ihn lernt sie nicht nur die vielen bunten Ecken Berlins kennen, sondern sie erfährt auch zum ersten Mal, wie sich Liebe anfühlt - zartbitter. Leo verzaubert sie mit seiner Kreativität und seinem Charme. Aber bald schon muss Emilia erfahren, dass auf seinem Leben ein Schatten liegt, der ihre gemeinsame Zukunft in weite Ferne rücken lässt. Doch das was für die beiden zählt, ist das Leben zwischen Jetzt und Hier.

Mein Kommentar:
Wow. Ich bin sprachlos. Ich fand das Buch unheimlich gut. Es hat alles drin, was für mich wichtig ist - sehr viele und intensive Gefühle, schön beschriebene Charaktere mit ihrer eigenen Vergangenheit, eine schönes Setting und eine passende Handlung mit Tiefgang.

Die Geschichte ist aus der Sichtweise von Emilie und von Leo geschrieben. Dies gefällt mir im Allgemeinen sehr gut, da man dadurch die Gefühle besser vermittelt bekommt. Auch hier war dies der Fall. Die Gefühle kamen super gut raus, die Liebe, die Angst aber auch die Hoffnungslosigkeit.

Es kam mir so vor, als gäbe es zu jedem Charakter eine Geschichte. Dabei ist es auch egal, wie klein und unscheinbar seine Rolle ist. Die Vergangenheit der Hauptprotagonisten ist sehr gut und ausführlich beschrieben. Ich habe wirklich das Gefühl, dass ich die Charaktere kenne.

Emilia studiert seit Neuestem Medizin in Berlin. Dort arbeitet auch ihr großer Bruder als Arzt und ihr bester Freund studiert an der hiesigen Universität. In Berlin lernt sie Leonardo kennen. Die junge Frau ist sofort hin und weg von ihm. Im weiteren Buch beweist die junge Studentin einen eisernen Willen, unglaubliche innere Stärke und sehr viel Mut. Sie ist für ihre Freunde sehr aufopfernd und einfühlsam.

Leonardo ist ein sehr engagierter Modestudent. Gemeinsam mit drei Freunden betreibt er ein Modelabel, außerdem hat er als Jungdesigner seine eigene Show auf der Berliner Fashion Week. Seine Vergangenheit ist nicht sehr schön und macht ihn immer noch einiges an Problemen. Durch diese Dreifachbelastung von Studium, Label und Fashion Week steht er sehr unter Spannung und hat enorm viel Stress. Der junge Student ist sehr sensibel und seine Freunde und seine Familie bedeuten ihn alles. Er beweist, dass er auch schwierige Situationen meistern kann.

Die Beziehung von Emilia und Leonardo durchläuft einige Höhen und Tiefen. Trotzdem sind sie immer füreinander da und geben sich gegenseitig halt. Die Gefühle der beiden wurden sehr gut und spürbar beschrieben.

Einige ernste Themen, wie Häusliche Gewalt und Krebs mit seinen Auswirkungen, geben dem Buch sehr viele Tiefe. Am Anfang wirkte das Buch auf mich wie ein schöner, klassischer Liebesroman. Meine Meinung diesbezüglich änderte sich jedoch sehr schnell.

Im Buch kommen sehr viele medizinische Begriffe vor, die man jedoch auch als Laie verstehen kann. Diese Begriffe machen in der Geschichte jedoch das nötige Etwas aus. Dadurch wirkt die Geschichte noch lebendiger und realistischer.

Mein Fazit:
Ich fand das Buch einfach unglaublich. Es bekommt eine klare Leseempfehlung von mir. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

Die Zeit der Ruhelosen
von Karine Tuil
Porträt der Gegenwart 26. März 2017
von begine
Die französische Schriftstellerin Karine Tuil  ist eine große Stilistin und beim Anlegen der übergroßen Figuren hält sie sich mit der Eindringlichkeit nicht zurück. Im Mittelpunkt steht der reiche Manager François Vély, der Politiker Osman Diboula und der aus Afghanistan zurückgekehrte Romain Roller
Dann gibt es noch Marion, die Francois heiratet und mit Romain eine Affäre anfängt. Leider wird nicht aus ihrer Perspektive heraus erzählt.
Die Autorin bringt den Leuten die Verfassung dieser Protagonisten näher und zeigt psychologische Zustände auf. Sie alle tun sich schwer im Leben, trotz Erfolge, doch Veranlagung oder äußere Umstände lassen sie ruhelos sein.
Die Figuren sind zwar interessant, aber streckenweise kalt und eignen sich kaum zur Identifikation. Man liest deswegen mit einer gewissen Distanz. Zudem ist das Buch thematisch düster gefärbt und komplett ironiefrei.
Dennoch bleiben mir die Figuren nicht gleichgültig, besonders Romains innere Qualen sind berührend, er musste mit ansehen, wie in Afghanistan mehrere seiner Leute bei einem Abschlag getötet oder schwer verletzt und verstümmelt wurden. Das hinterlässt bei ihm eine posttraumatische Belastungsstörung.
Für Francois Probleme habe ich weniger Verständnis, da er letztlich an den Skandalen mit verantwortlich ist. Später trifft es ihn aber unverdient schwer.
Thematisch ist das Buch ambitioniert, doch oft gerät die Handlung ins Stocken. Richtig packend ist aber das Finale, das sich überraschenderweise teilweise im Irak abspielt.
Für mich ist das Buch kein Meisterwerk, das wäre übertrieben, doch dank Karine Tuils glasklarer Prosa ist der Roman ein ästethischer Genus

Sturmherz
von Corina Bomann
Stimmungsvoll 26. März 2017
Corina Bomanns stimmungsvoller Roman Sturmherz handelt in der Gegenwart und in der Vergangenheit. Nach anfänglicher Skepsis konnte mich diese Art des Erzählens doch wieder überzeugen. Diese Methode ist im Genre nicht ungewöhnlich, mir fällt da auf Anhieb z.B. Jojo Moyes ?Eine Handvoll Worte? ein.
Doch Corina Bomann hat immerhin mit der Sturmflut in Hamburg 1962 einen authentischen Background zu bieten und weniger Kitschfaktor.

Ich habe mich wie bei ?Sturmrose? wieder für die Hörbuchversion entschieden und wie gewohnt liest Elena Wilms. Das kann ich gut verstehen. Warum etwas bewährtes, das funktioniert ändern. Aber mir ist ihre Stimme manchmal zu einschmeichelnd, jenseits irgendwelcher Brüche. Insgesamt bin ich aber mit der Leseleistung zufrieden.

Der Plot in der Vergangenheit sagt mir mehr zu als der der Gegenwart. Das liegt auch an den Figuren.
Alexa ist eher zögerlich. Die junge Cornelia hingegen ist eine mutige, zupackende Frau, die das Leben an der Wurzel packen will. Ziel der Romankonstruktion ist sicherlich auch, der zeitgenössischen dieses nahezubringen.

Sturmherz kommt nicht ganz an Sturmrose heran, dazu fehlen mir mehr Details ur Sturmflut, das hätte mich interessiert. Das Buch hält aber das gute Niveau von Corina Bomanns Romanen.
Die 6 CDs bietet wenig überraschende, aber kurzweilige Unterhaltung.

Das Spiel
von Nadja Naalen
Ein Spiel zwischen Mann und Frau 26. März 2017
von niknak
Inhalt:
(Klappentext)
Eine afrikanische Insel kurz vor der Jahrtausendwende. Lea und John gehören zu einer Gruppe Studenten, die ein Austauschjahr unter der brennenden Sonne der Tropen in vollen Zügen genießen: Strand, Party, Hitze, Meer, Flirts ? Easy Living, so scheint es. Lea kokettiert selbstgefällig mit ihrer Wirkung auf Männer und der Lust nach Macht. John hasst und liebt Lea, sie widert ihn an - und dennoch begehrt er sie schmerzlich. Aus verführerischem Spiel entwickelt sich ein zerstörerischer Zyklon. Unaufhaltsam wachsen Bitterkeit, Schmerz und die Erkenntnis, dass man die Geister der Verlockung nicht ungestraft ruft.

Mein Kommentar:
Die Autorin Nadja Naalen beschreibt in diesem Buch das Austauschjahr von ein paar jungen Studenten auf einer tropischen Insel. Sie hat einen einfachen und angenehmen Schreibstil, sodass sich die Geschichte leicht lesen lässt.
Trotzdem konnte mich das Buch nicht wirklich begeistern. Ich fand das Thema zwar an sich recht interessant, wie beschrieben wird, welches Spiel Lea mit John treibt und wie sie sich immer weiter in dieses Spiel verstrickt. Es kam sehr gut rüber, dass sie ihn hasst und trotzdem nicht ohne ihn sein kann. Dieses Spiel betreiben ja viele Frauen und Männer miteinander und so konnte man Leas Sicht recht gut miterleben. Dennoch fehlte mir die Tiefe und man verstand nicht, warum sie dieses Spiel mit ihm treibt. Es blieben für mich einige Fragen offen, auch über ihre Vergangenheit, sodass man Leas Beweggründe besser verstanden hat. So war dieses Buch einfach zu oberflächlich für mich. Auch die restlichen Personen wurden von ihrem Charakter her nur minimal beschrieben und ich konnte nicht richtig warm mit ihnen werden, da ich sie mir nicht richtig vorstellen konnte. Auch fand ich es schade, dass zwar immer von einer tropischen Insel die Rede war, von der man aber auch nichts Genaueres erfuhr.
Die Szenen in denen die sexuelle Beziehung zwischen Lea und John beschrieben waren, fand ich recht authentisch. Man konnte sie sich gut vorstellen und sie kamen auch gut und emotional beim Leser an.
Das Ende hingegen war etwas überraschend und hat mir nicht schlecht gefallen.
Ich finde das Buch hat gute Ansätze gezeigt, die man sicher noch besser ausarbeiten könnte. Eine Geschichte mit Verbesserungspotential, die leider nicht ganz meinen Geschmack getroffen hat.

Mein Fazit:
Für mich war dieses Buch leider viel zu oberflächlich und mir fehlte die Tiefe. Trotzdem waren gute Ansätze vorhanden.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

Tomaten und eine alte Liebe 26. März 2017
von niknak
Inhalt:
(Klappentext)
Eigentlich kann der Witwer Alfonso auf ein erfülltes Leben zurückblicken - doch als eines Tages eine attraktive Frau in die Wohnung gegenüber einzieht, sehnt er sich plötzlich zurück in die Zeit der Einfachheit. Beginnt sich sein Schicksalsrad noch einmal eufs Neue zu drehen?

Mein Kommentar:
Als Einleitung hat die Autorin kurz und bündig die wichtigsten Merkmale einer Kurzgeschichte zusammengefasst, was ich als Leser sehr interessant fand, da man daurch die Geschichte ganz anders betrachten kann.
Die Autorin Gabriele Kiesl hat es in dieser Kurzgeschichte geschafft Alfonsos Leben kurz zu beschreiben. Nun sitzt er nach einem erfüllten Leben am Balkon seiner Wohnung und erblickt seine neue Nachbarin. Daraufhin werden Erinnerungen an seine Jugendliebe wach, die leider unerfüllt blieb, da sich beide aus den Augen verloren.
Die Autorin hat in auf diesen wenigen Seiten einen tollen und verständlichen Bogen zwischen seiner Vergangenheit und der Gegenwart gespannt, sodass für den Leser keine Fragen offen blieben. Alles war kurz und präzise beschrieben, so konnte man sich ein gutes Bild von ihm machen.
Außerdem fand ich es toll, dass sie sogar noch Zeit fand, den Brauch des Tomatenfestes kurz dem Leser näherzubringen.

Mein Fazit:
Ein toller Booksnack, der eine Liebesgeschichte erzählt, die aber gerne noch etwas länger dauern hätte dürfen.

Ganz liebe Grüße,
Niknak