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Rezensionen

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Acht Berge
von Paolo Cognetti
wunderbare italienische Ballade 24. Oktober 2017
Das Buch ist eine italienische Ballade mit allen tiefen und hohen Tönen. Geschichte über wahre Freundschaft, die Suche nach dem richtigen Lebensweg, zwischen Stadt- und Landleben. Wunderbar beschriebene Berglandschaften verleihen dem Buch eine poetische Note.

Empfehlenswert, für ruhige Herbsttage

Acht Berge
von Paolo Cognetti
Ein Buch wie ein Bergkristall 23. Oktober 2017
Dieses wunderbare Buch erzählt vom kargen Leben in und mit der Natur und von der lebenslangen Freundschaft zweier Männer. Paolo Cognettis Sprache berührt den Leser in seiner Klarheit. Ein Buch zum Verschenken!

Nepal
von Dieter Höss
Ein Bild-Prachtband mit Texten auf hohem Niveau 23. Oktober 2017
Schon die Bilder der Buchankündigung waren für mich derart eindrucksvoll, dass ich dieses Buch haben wollte. Auch weil meine ersten Erfahrungen im Reisebüro mit Fern- und Expeditionsreisen Anfang der 1980er Jahre Nepal- und Tibet-Reisen waren und mein damalige Chef, Dr. Martin Uitz, ein Himalaya-Experte war. So verfolgte ich seither die Entwicklungen in dem Teil der Erde. Dieser Bildband ist gelinde geschrieben ein Prachtband mit Texten auf hohem Niveau!

1969 unternahm Höss im Rahmen seines Medizinstudiums von Tirol den Landweg nehmend seine erste Reise in den Himalaya-Staat. Seither lässt ihn dieses faszinierende Land „am Dach der Welt“ nicht mehr los. In diesem Buch zeigt er in hervorragenden Farbaufnahmen und beschreibt in vielen interessanten Details auf rund 150 großformatigen Seiten in elf Kapiteln den „Great Himalaya Trail“. Am Anfang des Buches stehen eine kleine Landeskunde, das Wichtigste im Überblick sowie ein Kapitel über Kathmandu und Umgebung. Eingestreut in seine Trekking-Beschreibungen finden sich farblich von den Trekking-Texten sich unterscheidende Informationskapitel wie beispielsweise über die Kultur der Nawar und Sherpa, Mudras Mantras und anderes. In den Texten lässt Höss den Leser förmlich mitwandern. Beim Beitrag über den Yak, der seine Frau und ihn einmal vor dem Übernachten im Zelt abhielt oder bei der Erzählung über eine religiöse Feier kann der Leser mit etwas Phantasie in das Geschehen miteintauchen, so bildhaft schreibt Höss. Dass es in der Nacht dort oben bitterkalt werden kann und bei Trekking-Touren Pässe von 5 000 und mehr Metern Höhe überquert werden müssen lässt aber Höss wie vieles anderes nicht unerwähnt. Wie überhaupt er manchmal zurückblendet, wie er dieses Tal oder jenen Ort einst erlebte und heute sieht, ob die Veränderungen Fluch oder Segen bedeuten. Er gibt Einblicke in das Leben der Menschen und in ihr Gücklichsein trotz großer Armut.

Am eindruckvollsten aber sind die Bilder. Schon das Titelbild lässt die ausgezeichnete Qualität der Bilder im Buch erahnen. Nun ist natürlich ein guter Verlag eine Voraussetzung für gelungenen Bilderdruck. Aber die beste Druckerei kann nicht viel bewegen, wenn das Bildmaterial schlecht ist. Und selbst technisch-farblich gute Bilder machen noch kein Buch – es kommt auch auf die Motive an. Und darin scheint dieses Buch unerschöpflich sensationell zu sein: es sind die Lichtschattenspiele wie das doppelseitige Bild einer Chörten, die in Abendrotstimmungen „glühenden“ Bergwände der gigantischen Eisriesen, die wie fein ziseliert wirkenden Abhänge des Thamserku oder das Riffeleis im Rolwaling. Da zeigt Höss ein Dorf umgeben von gelb blühenden Senfblüten oder ein doppelseitiges Bild des aus Steinhütten bestehenden Tinkar-Dorfes.

Was aber dieses Buch wirklich einzigartig macht sind die Bilder von Menschen. Da steht beispielsweise ein Kind in einem Holzfenster, verrotzt, mit wildem Haarwuchs und ärmlicher Kleidung; dann wieder trägt ein Mönch eine drei Meter lange Dung-chen, ein Musikinstrument für religiöse Zeremonien; Frauen bei der Arbeit oder einen Schwatz haltend, ein Bild eines Mädchens, aus dem die Fröhlichkeit lacht und der Schalk schaut, daneben kraxelt einer der Kleinsten mit nacktem Hintern einen grobbehauenen Holzstamm hinauf, der den Erwachsenen als Treppe dient.

Ich kann jetzt nicht jedes Bild beschreiben, ich kann aber mit Überzeugung schreiben, dass es ein herrlicher Bildband ist, der vielfältige Einblicke in dieses Land der Achttausender bietet. Zur Orientierung hat Höss bei jedem Trekking-Abschnitt eine ganzseitige durchaus gute Übersichtskarte eingefügt. Darin sind die nördliche Landesgrenze, die Trekking-Route, Dörfer und die wichtigsten Gipfel der Himalaya-Kette eingetragen. Eine kleine Karte zeigt jeweils den Standort des Ausschnitts an. Dazu kommt eine Seite Beschreibung über technische Daten des jeweiligen Abschnitts (Schwierigkeit, höchster Punkt, Übernachtungshinweise, Dauer, empfohlene Reisezeit).

Ich habe zunächst mir die Bilder angesehen, dann Abschnitte daraus gelesen und wieder Bilder geschaut. Ich war noch nie in Nepal und werde wohl auch nicht mehr selbst dorthin reisen. Mit diesem Buch muss ich auch nicht mehr nach Nepal reisen – Dieter Höss hat es mir mit seinen unzähligen Facetten nach Hause geliefert! Wenigstens ansatzweise, denn die Lust, vielleicht doch noch einmal nach Nepal zu reisen kommt beim Durchblättern und Lesen unweigerlich auf.

Acht Berge
von Paolo Cognetti
Die Stimmung bleibt 23. Oktober 2017
Wer die Berge liebt, die großartige Weite kennt und die Schroffheit und Enge, kann von dieser Geschichte tief berührt werden.
Das Buch zeigt in leiser und eindringlich sinnlicher Schilderung die ewige Bewegung zwischen Weite und Enge, Höhen und Tiefen, unendlicher Schönheit und todbringender Gefahr; zwischen Gehen und Bleiben, sich Einlassen und Verschließen, Leben und Tod. Durchaus übertragbar auf die Fragen und grundsätzlichen Rhythmen des Lebens. Ein Buch, das mich tief berührt hat und dessen Stimmung mich noch lange begleiten wird.

Grazer Wut
von Robert Preis
Skurrile Spannung bis zur letzten Seite 23. Oktober 2017
"Grazer Wut" ist der fünfte Fall mit dem Grazer Kriminalbeamten Armin Trost. Grundsätzlich kann das Buch zwar für sich gelesen werden, ich empfehle aber, die Reihe von Anfang an zu lesen, um die Zusammenhänge besser verstehen zu können.

Worum geht’s?

Es ist kurz vor Weihnachten. Die Weihnachtsmärkte schießen wie die Schwammerl aus dem Boden und es hat den Anschein, dass in Graz so etwas wie Weihnachtsfrieden einzieht. Doch weit gefehlt!

Den Anfang macht ein mysteriöser Stromausfall in der Strafanstalt Karlau, einem der Hochsicherheitsgefängnisse Österreichs. Man gibt Großalarm, alle verfügbaren Polizisten fahren zum Einsatz, nur um dann festzustellen, dass alle Insassen wieder brav in ihren Zellen sitzen. Kurios, oder?


Nur Chefinspektor Armin Trost traut dem Frieden nicht und ahnt noch nicht, wie recht er mit seiner Einschätzung haben wird.

Wenig später wird er in ein abgelegenes beinahe unbewohntes Dorf entführt. Dort entspinnt sich ein Albtraum, der ihm schier den Verstand raubt.

Doch nicht nur Armin gerät in die Fänge verrückter Krimineller, nein auch seine Familie ist betroffen.

Wird sich Armin selbst aus der Gewalt der Entführer befreien können? Und vor allem, wer sind die Galgenvögel? Haben sie mit früheren Fällen zu tun?

Meine Meinung:

Obwohl schon der fünfte Krimi mit Armin Trost ist es mein erster. Wahnsinn, welche Szenarien Autor Robert Preis da entwirft. Größtenteils geht es ziemlich gruselig zu, doch kommt auch der Humor nicht zu kurz. Kollegen, Vorgesetzte sowie fast alle anderen Mitspieler haben Ecken und Kanten, manche echte Macken.

Was Trost bewegt in einem Baumhaus zu wohnen und sich gehen zu lassen, weiß ich noch nicht. Ich hoffe, das erschließt sich mir, wenn ich die Reihe von Band 1 weg lese. Vielleicht hängt das mit dem Prozess, der im Prolog angedeutet wird und dem Verschwinden von Koll. Schulmeister zusammen.

Herrlich die Namen für die Protagonisten Trost, Gierack, Landerdinger, Schulmeister und Hinterher, die eine mögliche Spekulation auf ihre Charaktereigenschaften zulassen. Auch über das Kompetenzgerangel Polizei und Bundesheer habe ich herzlich lachen müssen.

Meine Lieblingssatz ist:


"Jetzt bin ich wie die Sau gfahren, da fängt so ein gschissener Schneesturm an und reißt uns die Fahrbahn weg". (S. 92)

Wir Leser erleben diesen Kriminalfall aus verschiedenen Blickwinkeln. Hier macht sich jeder so seine eigenen Gedanken. Trotzdem ist das oberste Ziel der Ermittler, Armin Trost zu retten, wobei noch nicht ganz klar ist, ob „nur“ aus den Fängen der Entführer oder nicht doch auch aus seinen eigenen Albträumen.

Der Schreibstil hält die Leser in Atem. Ich „musste“ das Buch de facto in einer Nacht lesen. Ich bin total im Sog der Ereignisse verschwunden. Auch wenn ich das eine oder andere auf Grund des fehlenden Vorwissens nicht ganz verstehe, mache ich mir so meine eigenen Gedanken und Szenarien.
Wunderbar finde ich, dass einiges im Dialekt geschrieben ist. Das passt so gut zum Lokalkolorit. Die ganze Atmosphäre ist gruselig und mysteriös.

Auch der Epilog verspricht Spannung, endet er doch mit einem ganz fiesen Cliffhanger.

Ich bin von dieser Serie hellauf begeistert und verstehe mich selbst nicht, einen solchen Autor bislang nicht beachtet zu haben.

Fazit:

Ein teilweise skurriler, tiefgründig böser und an Action reicher Krimi, der mit total gefesselt hat. Gerne gebe ich 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung und bitte beginnt mit dem 1. Band.

Auf Eis gelegt
von Rebecca Michéle
Cornwall und eine Kanne Tee genießen 23. Oktober 2017
Schon eine ganze Reihe an Krimis rund um das herrschaftliche Anwesen Higher Barton in Cornwall gibt es. Für mich war der vorliegende Band das erste Buch der Autorin, und um es ohne Umschweife zu sagen: Ich war von der ersten Seite an begeistert!

Higher Barton wurde nach Umbau zu einem Romantic Hotel, und anlässlich seiner Eröffnung stoßen der fiese Harris Garvey als neuer Hoteldirektor und die ehrgeizige Sandra Flemming aus Schottland als seine Assistentin aufeinander. Dass Sandra vor längerer Zeit einmal eine Affäre mit Harris gehabt hatte, macht die Sache nicht einfacher. Auch mit den weiteren neuen Mitarbeitern gestaltet sich die Zusammenarbeit recht schwierig und konfliktreich. Noch vor der offiziellen Eröffnung wird Harris Garvey tot in der Tiefkühltruhe aufgefunden, zusätzlich fehlen 10.000 Pfund aus dem Hotelsafe. Sandra Flemming gerät unter Verdacht und muss, um ihre Unschuld zu beweisen, selbst Nachforschungen anstellen…

Das Buch zu lesen, macht rundum Spaß. Es ist lebendig geschrieben, spannend bis zum Schluss, und man bekommt Lust, Cornwall, Land und Leute und seine Küche, kennen zu lernen. Man sieht gerne darüber hinweg, dass die Handlung nicht immer ganz folgerichtig ist und insbesondere die Hauptperson nicht unbedingt psychologisch gesehen immer konsequent stimmig geschildert wird. Der Krimi gehört genau zu den Büchern, die man an einem hässlichen Regentag eingekuschelt auf dem Sofa mit einer großen Kanne Tee genießen sollte.



Hollywood Romantik - gibt es die noch? 23. Oktober 2017
von niknak
Inhalt:
In einem Video an ihre Schwester verkündet Lizzie, dass sie genug von Männern hatte. Sie würde so lange in einen Sexstreit treten, bis die Männer wieder Gentlemans werden und wieder etwas von Romantik verstehen. Dabei passierte Lizzie jedoch ein Fehler. Anstatt ihrer Schwester das Video zu senden, veröffentlichte sie es im Internet. Das Video wurde über Nacht berühmt und bekannter als jedes Katzenvideo. Der Streik alleine wäre ja nicht so schlimm, aber da ist ja auch noch Jake. Ihr neuer Arbeitskollege und schlimmster One-Night-Stand, den Lizzie je hatte. Kann Lizzie Durchhaltevermögen zeigen oder knickt sie unter der charmanten und sexy Art von Jake ein?

Mein Kommentar:
Lila Monroe ist eine mir bislang unbekannte Autorin. Sie hat einen flüssigen und leichten Schreibstil. Die Autorin erzählt ihre Geschichte mit einer Prise Humor und einem riesen Schuss Erotik. Man kann bei diesem Buch einfach den Kopf abschalten und sich mittreiben lassen.

Das Buch ist im Wechsel geschrieben. Mal erzählt Lizzie aus der Ich-Perspektive und ein anderes Mal erzählt Jake aus der Ich-Perspektive seine Sicht der Geschichte. Die Sichten ändern sich wenn nur am Anfang der Kapitel und sind durch die Namen des jeweiligen gekennzeichnet. Die meiste Zeit jedoch hat man nur Einblicke in Lizzies Gedanken. Jake kommt nur manchmal zu Wort.

Lizzie Ryan ist stellvertretende Kuratorin im Metropolitan Museum of Arts. Sie hat schon einige missglückte Tinder-Dates hinter sich, verliert trotz allem jedoch nicht den Glauben an die Romantik. Sie liebt alte Hollywood Streifen, wo die Romantik noch groß geschrieben wurde und die Männer noch alle Gentlemans waren. Genauso einen Mann sucht Lizzie. Und um die Männer auszusortieren, die nur mit ihr ins Bett wollen, tritt sie in einen Sex-Streik. Nur leider hatte dies nicht ganz die Wirkung, die Lizzie sich vorgestellt und geplant hatte.

Jake Weston findet alles. Er hat sich selbstständig gemacht und sucht für seine Kunden Dinge die nur sehr schwer zu finden und zu beschaffen sind. Wie zum Beispiel limitierte Sneakers mit Goldfäden in den Schnürsenkeln und Diamanten, mit einer Auflage von 3 Stück. Nun soll er Lizzie helfen Requisiten und andere Dinge für ihre Hollywood Ausstellung zu besorgen und auszuleihen. Jake ist ein ziemlicher Frauenheld, aber erst nach einem Ereignis in seiner Vergangenheit.

Ich finde es schade, dass man nicht sehr viel von den Protagonisten erfährt. Manchmal wurde ihre Vergangenheit angeschnitten. Dadurch wurde ich neugierig, leider erfuhr man nie wirklich etwas davon. Schade. Man hätte da ruhig noch ein wenig ins Detail gehen können.

Es gibt einige Nebencharaktere und davon sind natürlich einige wichtiger, als andere. Trotzdem erfährt man bis auf den Namen eigentlich gar nichts über sie und die Nebencharaktere bleiben ziemlich oberflächlich. Ich hätte mir gewünscht eine Spur tiefer zu gehen, sodass auch die Nebencharaktere Eindruck hinterlassen würden bzw. können.

Die Geschichte selbst fand ich sehr erfrischen und neuartig. Man konnte sehr gut mit den Protagonisten lachen und weinen. Die Handlung geht nicht sehr in die Tiefen, aber das muss ja auch nicht sein. Das Buch handelt ziemlich viel von Sex, auch wenn er nicht wirklich oft praktiziert wird. Viel wird nur fantasiert und darüber geredet.

Mein Fazit:
Eine schöne und nette Geschichte für zwischendurch, aber ich hätte mir etwas mehr gewünscht.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

Du bist mein Feuer
von Isabelle Ronin
Red - eine Liebe wie das Feuer 23. Oktober 2017
von niknak
Inhalt:
Als Caleb Veronica zum ersten Mal sieht, weiß er, er muss sie haben. Auch wenn viel gegen diese Liebe spricht und beide mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen haben, fühlen sie sich zueinander hingezogen. Caleb, ein verwöhnter Bad Boy, will Veronicas Herz erobern und die Schatten ihrer Vergangenheit bekämpfen. Doch das wird nicht leicht, denn sie vertraut nichts und niemanden und Caleb ist von ihrem Feuer gefangen. Wird es ihm gelingen oder wird sie sein Ruin sein und ihn verbrennen?

Mein Kommentar:
Dies ist das erste Buch der Autorin Isabelle Ronin. Es hat mich von der ersten Seite an gepackt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Trotz der vielen Seiten (über 600) kam nie Langeweile auf und das Buch war sehr schnell gelesen. Man konnte sich entspannt zurücklegen und die Geschichte lesen und genießen. Man fühlte sich wie im Märchen und träumte und litt mit den beiden Protagonisten mit. Die Gefühle waren meiner Meinung nach sehr gut beschrieben und kamen auch gut beim Leser an.
Die Personen wie auch die Orte waren sehr schön und genau beschrieben und man hatte ein gutes Bild im Kopf. Außerdem hat die Autorin es geschafft neben der tollen Handlung mit vielen Gefühlen auch überraschende Wendungen und Spannung einzubauen. So kam nie Langeweile auf und man wollte immer wissen, wie es weitergeht. Obwohl die Geschichte an einigen Stellen vorhersehbar, hat mich das in dieser Geschichte nie gestört, denn bei einem Liebesroman kann man nicht immer alles neu erfinden. Trotzdem gab es auch für mich Wendungen mit denen ich nicht gerechnet hätte.
Veronica hatte eine schwere Kindheit, sie kommt aus armen Verhältnissen und musste schnell lernen, dass sie sich im Leben nur auf sich selbst verlassen kann. Daher ist sie auch verschlossen und traut niemanden. Dies kommt im Buch sehr gut rüber.
Im Gegensatz dazu muss der ehemalige Bad Boy Caleb erfahren, dass es nicht einfach sein wird, Veronica für sich zu gewinnen, da er plant mit ihr etwas Festes zu beginnen. Obwohl seine Wandlung sehr schnell passierte, finde ich es passend, da die Liebe viel bewirken kann. So merkt man schnell, dass sie sich gegenseitig lieben, auch wenn es lange braucht, bis es sich beide eingestehen können. Ich fand die Wandlung der Beiden schön beschreiben und sie lud den Leser zum Träumen ein.
Beide Protagonisten waren sehr gut beschrieben und durch die wechselnde Erzählweise konnte man sich auch in beide sehr gut hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen. Aber auch die Nebencharaktere waren meiner Meinung nach sehr gut beschrieben. Cam, Veronicas neue Freundin, ist mir ans Herz gewachsen und ich würde mich freuen, noch mehr über sie zu erfahren, da im Buch noch einige offene Fragen blieben. Daher denke ich, dass sich das Buch sehr gut für eine Fortsetzung oder eine ganze Reihe eignen würde. Ich würde mich sehr freuen, mehr von der Autorin zu lesen, da mich das Buch nicht mehr losgelassen hat.

Mein Fazit:
Ein tolles Buch mit vielen Gefühlen, das den Leser bis zum Schluss gefangen hält und auf eine Fortsetzung hoffen lässt.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

Acht Berge
von Paolo Cognetti
Alpinromantik und raue Realität 23. Oktober 2017
Dem Autor gelingt es auch „bergfremden“ Personen die Faszination der Alpen näherzubringen.
Wenn man sich allerdings wieder von den sprachlich eindrucksvollen Naturschilderungen losreißt bleiben die Härte und Rauheit des Lebens in strukturbedingter Armut, immer noch vorherrschendes „Bauer- Knecht“- Denken, Heimatliebe auf Kosten der beruflichen Existenz, Einsamkeit und Emotionslosigkeit als bleibender Eindruck. Der oft verklärten Sehnsucht nach der Einfachheit des Lebens in den Bergen wird hier, verpackt in die Geschichte einer Freundschaft, der Einblick in die ernste Realität des Alltags von sterbenden Bergdörfern entgegengesetzt
Ein lesenswertes Buch, welches berührt und nachdenklich macht.
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