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Lehren und Lernen mit Tutorials und Erklärvideos

erscheint 12/2020 Cover Lehren und Lernen mit Tutorials und Erklärvideos
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Kurztext / Annotation
Erklärvideos haben sich in den vergangenen Jahren weltweit sowohl in Schule als auch Beruf und Freizeit etabliert. So bieten YouTube und speziell für den Unterricht entwickelte Videoplattformen adressatengerechtes Videomaterial zu allen denkbaren Themen an. Neben dem Schauen von Erklärvideos ist mittlerweile auch das Erstellen durch Lehrende und Lernende in der Praxis verbreitet. Das ermöglicht neue didaktische Herangehensweisen für den Unterricht. Dieser Sammelband stellt umfassend die aktuelle Entwicklung zum Thema "Lernen mit Erklärvideos" dar. Neben theoretischen Aspekten, u.a. Hintergründe zu informellem Lernen oder Kriterien für gute Lernvideos, werden aktuelle Angebote, internationale Entwicklungen, innovative Methoden und auch zahlreiche Beispiele aus der Schulpraxis vorgestellt. Dabei zeigen die Autor/innen konkret, wie Erklärvideos Bildungsprozesse verändern - von der Rolle der Lehrkraft und der Schüler/innen über Schulmaterialien bis hin zur Lehrerbildung. Neue Einblicke in das Thema bieten auch exklusive Interviews mit nationalen und internationalen Vorreiter/innen der Erklärvideoszene.

Textauszug
2 Früher Bildungsfernsehen, heute YouTube? - Erklärvideos als modernes Bildungsformat

Lernende und Lehrende haben in den 2010er-Jahren Erklärvideos und Tutorials überraschend schnell in ihre eigenen Medienrepertoires integriert. Werden hier die ursprünglichen Ziele des Bildungsfernsehens eingelöst? Welche Besonderheiten bzgl. des Formates Erklärvideo und der Plattform YouTube gilt es dabei zu berücksichtigen? Im Beitrag von Gerhard Tulodziecki (Kap. 2.1) wird zunächst die geschichtliche Entwicklung des Bildungsfernsehens in Deutschland nachgezeichnet. Karsten D. Wolf analysiert, warum es Erklärvideos besser als traditionellen Formen des Bildungsfernsehens gelingt, eine breite Zielgruppe zu erreichen (Kap 2.2). Abschließend werden in einer Reihe von Interviews (Kap. 2.3) mit zentralen Personen des Bildungsfernsehens (Joachim Bublath) und YouTubern (Derek Muller - Veritasium; Johann Carl Beurich - DorFuchs, Kai Schmidt - LehrerSchmidt; Alex Giesecke - SimpleClub; sowie Nicole Valenzuela - musstewissen) besondere Aspekte der Gestaltung von Erklärvideos im Kontext von YouTube erläutert.
2.1 Zur Geschichte des Bildungsfernsehens - Entwicklungen, Hoffnungen und Einschätzungen aus heutiger Sicht

Gerhard Tulodziecki

Der emeritierte Professor für Allgemeine Didaktik und Medienpädagogik an der Universität Paderborn, Dr. Gerhard Tulodziecki, ist eine zentrale Gestalt der Medienpädagogik in Deutschland. Aktuell prägt er zusammen mit Bardo Harzig und Silke Grafe die Diskussion um den Begriff der Medienbildung. In den 1980er-Jahren entwickelte er ein Konzept zur handlungs- und entwicklungsorientierten Medienpädagogik für die Schule. In den 1970er-Jahren führte Gerhard Tulodziecki Begleituntersuchungen zu Projekten des öffentlichen Schulfernsehens durch.

Als es 1952 nach vorlaufenden Versuchen sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland zu einem regelmäßig ausgestrahlten Fernsehen kam, galt es als selbstverständlich, dass ihm neben der Informations- und Unterhaltungsfunktion auch kulturelle Aufgaben und ein Bildungsauftrag zukommen. Damit stand das Fernsehen in der Tradition sowohl des Hörfunks als auch des Lehr- oder Unterrichtsfilms, denen schon in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts Bildungsaufgaben zugewiesen worden waren. Mit dem Bildungsauftrag des Fernsehens war zugleich die Hoffnung verbunden, die - nach dem Ende des Naziregimes eingeführten - politischen Strukturen in West- und Ostdeutschland im Bewusstsein der Menschen zu stabilisieren: sei es im Sinne westlicher Demokratien, sei es im Sinne des Sozialismus. Für die Entwicklung in Deutschland war zudem wichtig, dass die Verbreitung des Fernsehens sowohl in westlichen Ländern, z.B. Großbritannien und USA, als auch in östlichen Ländern, z.B. in der Sowjetunion, vorangetrieben wurde.
Zur Entwicklung von den 1950er-Jahren bis zum Ende der 1970er-Jahre

In den 1950er-Jahren entsprachen sowohl das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Westdeutschland als auch das staatlich gelenkte Fernsehen in der DDR dem Bildungsauftrag vor allem durch Sendungen aus den Bereichen Information (z.B. Berichterstattung und Diskussionen zu wichtigen politischen Ereignissen), Kultur (z.B. Übertragung von Musikereignissen und Theateraufführungen), Wissenschaft (z.B. Naturwissenschaft und Technik) oder Kinder und Jugend (z.B. Zoobesuche und andere Tiersendungen) (vgl. Bundeszentrale für politische Bildung 2017). Insofern ging es (noch) nicht um ein zielgerichtetes Bildungsprogramm, sondern um Sendungen, von denen man unterstellte, dass ihre Inhalte (auch) für die Bildung bedeutsam seien - allerdings ohne einen expliziten Bildungsbegriff.

In den 1960er- und 1970er-Jahren wurden in West- und Ostdeutschland (allgemeine) Sendungsformate, die man als bildungsrelevant betra

Beschreibung für Leser
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

erscheint 12/2020 Cover Lehren und Lernen mit Tutorials und Erklärvideos
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Veröffentlicht 2020, von Stephan Dorgerloh, Karsten D. Wolf bei Beltz

ISBN: 978-3-407-63219-7
189 Seiten

Über Stephan Dorgerloh

Über Karsten D. Wolf

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